Veyron-Crash bei fast 400 km/h: Bugatti-Testfahrer plaudert aus dem Nähkästchen

Testfahrer-Legende Loris Bicocchi hat bereits einiges erlebt – unter anderem einen Crash mit dem Bugatti Veyron bei fast 400 km/h.

08.09.2018 Online Redaktion

Loris Bicocchi hat als Testfahrer nicht nur maßgeblich zur Entwicklung des Bugatti Veyron beigetragen, sondern zeichnet auch für Supercar. Legenden wie den Lamborghini Countach, den Bugatti EB110, den Pagani Zonda oder den Bugatti Chiron (mit)verantwortlich. Dass bei den Testfahrten mit diesen Großkalibern naturgemäß nicht immer alles ganz reibungslos ablief, erzählt Bicocchi im Interview mit Motorjournalist Davide Cironi.

© Bild: YouTube Screenshot

Mit 400 km/h in Nardó

Ein Ereignis, dass dem Italiener besonders gut in Erinnerung bliebt, war ein Crash bei 390 km/h mit dem Bugatti Veyron. “Es war einer unserer ersten Tests mit dem Veyron in Nardó”, 2002 oder 2003 sei das gewesen, erinnert sich Bicocchi. Gleich zu Beginn der Tests, als Bicocchi noch seine routinemäßigen Checks durchführte, wurde er gebeten, eine “Vollgas-Runde” zu fahren. Eine Herausforderung, da die Rennstrecke in Nardó nur für Geschwindigkeiten bis zu 240 km/h ausgelegt sei, erzählt Bicocchi. Bei einer Geschwindigkeit von 360 km/h sei man hingegen bereits starken g-Kräften ausgesetzt, und auch für die Reifen sei die Belastung problematisch – “es ist nicht gesund, so 12 Kilometer weit zu fahren”, fasst Bicocchi zusammen. Trotzdem sollte er zwei Runden mit Vollgas fahren. Denn: “Ich würde sagen, dass das Auto in den ersten Jahren bloß eine Unterstützung, ein Accessoire für Motor und Getriebe war”, schmunzelt der Testfahrer. “Alle Techniker kamen aus der Motor- oder Getriebe-Abteilung, alle konzentrierten sich nur darauf.” Wie’s dann bei fast 400 km/h weiter ging, erzählt Bicocchi am besten selbst:

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