BMW-Chef überrascht: Bereits 10.000 i3-Bestellungen in Europa

Bereits über 100.000 Anfragen für i3-Probefahrten sind bei BMW eingegangen, alleine in Europa wurden schon 10.000 BMW i3 bestellt – diese Resonanz überraschte sogar BMW-Chef Norbert Reithofer.

Veröffentlicht am 26.11.2013

Das Elektroauto BMW i3 kommt bei den Kunden gut an – so gut, dass es selbst BMW-Chef Norbert Reithofer überraschte. “Wir haben beispielsweise über 100.000 Anfragen für Probefahrten und bereits rund 10.000 Bestellungen allein in Europa”, so Reithofer zum “Münchner Merkur” (Dienstag).

Große Unterschiede auf den einzelnen Märkten

Bei den einzelnen Märkten gebe es allerdings große Unterschiede. Während in Frankreich in diesem Jahr insgesamt rund 10.000 Elektrofahrzeuge verkauft werden dürften, rechne man in Deutschland aber nur mit etwa 4.000, so Reithofer. In den USA könnten es sogar zwischen 60.000 und 90.000 Fahrzeuge sein, das sei “eine völlig andere Dimension”. “Darauf werden wir uns einstellen. Wir haben unsere Produktionskapazitäten konservativ geplant und werden den i3 in die Märkte bringen, wo wir damit auch dank guter Rahmenbedingungen erfolgreich sein werden.”

BMW-Chef für Flexibilität am Arbeitsmarkt – Kritik am gesetzlichen Mindestlohn

Mit Blick auf die Koalitionsverhandlungen in Berlin mahnte Reithofer, die Flexibilität am Arbeitsmarkt, beispielsweise durch Instrumente wie Leiharbeit, zu erhalten. “Tatsache ist, dass wir uns zukünftig auf ein viel volatileres wirtschaftliches Umfeld einstellen müssen. Wir sind mit einer unsicheren Weltwirtschaft konfrontiert – nicht nur in Europa. Auch deshalb wollen wir uns unseren Flexibilitätssockel nicht nehmen lassen.” Auch einen gesetzlichen Mindestlohn sieht Reithofer kritisch. Zwar wäre BMW davon nicht direkt betroffen, weil dort höhere Löhne gezahlt werden. “Aber wir müssen in Deutschland nicht nur über Großunternehmen nachdenken, sondern über den gesamten Arbeitsmarkt”, so Reithofer. “Es gibt viele Kleinbetriebe und Branchen, für die es hart wäre, wenn von heute auf morgen ein Mindestlohn eingeführt würde.”


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