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BMW C evolution: 3 Gründe gegen den Strom-Roller

Zweirad auf Strom: So wird das nichts!

19.06.2014 Autorevue Magazin

CONTRA: 3 triftige Gründe, die gegen den BMW C evolution sprechen

1. Der Preis

15.400 Euro für einen Roller? Das ist viel. Echt viel. Zum Vergleich: Das teuerste Modell der an und für sich preislich sehr selbstbewussten Style-Marke Vespa kostet 9000 Euro (wir sprechen von der schönen 125er 946), und als wir das hörten, haben wir schon WAHNSINN!! gerufen. Für einen guten, verlässlichen 125er-Alltagsroller braucht man dagegen nicht mehr als 2000 bis 4000 Euro zu veranschlagen (ABS-Modelle kosten allerdings mehr).

Allerdings: Stromantrieb ist eine teure Technologie. Vorwärtsgewandtheit hat ihren Preis und Elektrofahrzeuge werden nie eine Mobilitätslösung für die kleine Börse sein. Außerdem sind BMW-Zweiräder niemals preislich günstig gewesen. Das Angebot bewegt sich zwischen rund 8.200 Euro (für die G 650 GS) und 24.300 Euro (für das Hochleistungsbike HP4). Auch ist der Preis im Vergleich mit den anderen beiden Maxi-Scooter-Modellen, die in Dimension und Auftreten dem C evolution verwandt sind, zu sehen: 3900 Euro ist die E-Version teurer als das Einstiegsmodell C 600 Sport, das 11.410 Euro kostet.

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2. Die Leistung: Geht nicht weniger?

Knapp 50 PS Spitzenleistung und das Batzen Drehmoment von 72 Nm brauchen natürlich entsprechend Batterieleistung, um eine vernünftige Reichweite bereitzustellen. Auf diese Art kommt ein beachtlicher Preis zusammen und auch ein nicht unerhebliches Gewicht. Mit über 260 Kilo ist der C evolution etwa so schwer wie eine Harley Davidson Sportster. Für ein leichtes Leben im Stadtverkehr ist das ein bisschen viel.

Und auch preislich würde sich etwas anderes ausgehen, wenn von allem ein bisschen weniger angeboten werden würde. BMW will aber für den Anfang die Latte hochlegen. Das ist man seinem Ruf und Image schuldig, heißt es. Nicht auszuschließen, dass später einmal Versionen mit weniger Leistung angeboten werden, die dann auch weniger teure Akkus an Bord benötigen.

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3. Laden: Wo bitte?

Nur weil ein Roller kleiner ist als ein Auto, und damit theoretisch auch andere Zugänge zu Steckdosen finden könnte, wird die Geschichte mit den Lademöglichkeiten nicht einfacher. Der Roller ist ein ausgesprochenes Stadtgefährt und strebt eigentlich die Vereinfachung von allem an. Wo aber in der Stadt gibt es öffentlich zugängliche Steckdosen? Städter wohnen tendenziell eher in einer Wohnung als in einem Haus und haben damit noch weniger leichten Zugang zur Stromversorgung. Sich einen teuren Garagenplatz mit Lademöglichkeit zu mieten, um einen Elektroroller zu fahren, ist ein bisschen viel verlangt.

bmw c evolution 2014 ladekabel

Und als kleine Randbemerkung: Es wäre auch fein, wenn der C evolution einen abziehsicheren Anschluss hätte. Eine versperrbare Klappe über dem Stecker wäre schon hilfreich. Das könnte verhindern, dass irgendein Scherzkeks, nur weil es geht, den Ladevorgang unterbricht, und man abends nach dem Tag im Büro vor einem halbleeren Roller steht. Dann könnte es nämlich knapp werden mit der Reichweite.

PRO: 6 gute Gründe, die für den BMW C evolution sprechen

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