Testbericht: BMW 118d Coupé

Wenn weniger letztlich doch mehr ist.

01.02.2010 Autorevue Magazin

Man kann es drehen und wenden, wie man will: Coupés sind die coolsten, anziehendsten Autos, die es gibt. Sie sind furchtbar unpraktisch (weshalb Marketingmenschen uns so etwas wie viertürige Coupés zu verkaufen versuchen), doch das wird den wahren Fan nicht weiter kümmern. All das gilt natürlich auch für das Einser-Coupé: Die Dachlinie wirft sich in einer nahezu alt­backenen Weise in die Horizontale, um dann in einem scharfen Hintern ihr Ende zu finden, von dem die drei- und fünf­türigen Versionen nur träumen können.

Alle Unvernunft bei der Karosseriewahl kann man beim Ankreuzeln des Motors locker wettmachen – der gefahrene BMW 118d stellt momentan die schwächste Motorvariante dar. Was nun bestimmt nicht leistungsarm heißt, denn mit 143 PS Leistung und 300 Nm Drehmoment kommt man schon recht flott weiter.
Detail am Rande: Die Nomenklatur der Dieselmotoren verwirrt: Alle (18, 20 und 23) haben denselben Block, ­lediglich durch die Peripherie (Motorsteuerung, Turbolader) wird die Leistung geregelt. Im Falle unseres 18d kommt ein Turbo mit variabler Einlass­geometrie zum Einsatz, der bereits im unteren Drehzahlbereich für fülliges Drehmoment sorgt.

Immer wieder bemerkenswert ist die Drehfreude der BMW-Diesel-Aggregate, die nicht schon bei den üblichen 4000 Um­drehungen ein jähes Ende findet, sondern noch 1000 weitere nutzbare Touren draufpackt, was spätestens beim Überholen positiv ­auffällt.

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