Bentley Continental GT: Goodness gracious

In seinem Innersten ist der Continental wegen seiner neuen Motorlage und seines ernsthaft scharfen Fahrverhaltens fast nicht wiederzuerkennen. Am Ende aber wollen dann aber doch alle nur von den neuen Ziernähten und der drehbaren Cockpitoberfläche reden. Weil Bentley eben.

Online Redaktion
Veröffentlicht am 29.06.2018

Ein Beitrag aus der Autorevue Juli 2018

Bei Bentley ist eine Art Gletscherabbruch passiert: Mit grandioser Plötzlichkeit hat sich der im Traditions-habitus auftretende Ewigkeitsanspruch in einer Loslösung entladen. Neuer Continental, neues Zeitalter. Phänomenologisch interessant: Wenn man nicht genau im Augenblick des Bruchs zuschaut, sieht, wie die Tonnenlast fällt, mit Aufruhr, Gischt und Brandungswelle, wird man im weiteren Verlauf meinen, es wäre nichts Großes gewesen. Nur die wenigen, die dem Koloss den Puls fühlen, wissen um die veränderte Grundgestalt, die ganz andere Fahrart, die neue Technik. Außenstehenden wird hauptsächlich das klassische Fahrwasser auffallen, in dem der Continental stilistisch geblieben ist, wobei die deutlichste Veränderung außen am Heck abzulesen ist, wo statt der bisherigen hochwandigen Flächigkeit nun eine querdynamische Eingeschnittenheit herrscht, delikat eingefasst von schmalen Heckleuchten.

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