Fußgängerzone Mariahilfer Straße
So sieht's aus: Fußgängerzone von der Andreas- bis zur Kirchengasse, rundherum sogenannte Begegnungszonen. Man beachte auch die neuen Einbahnregelungen rundherum!
 

Alle Informationen zur Umgestaltung der Mariahilfer Straße

Fußgängerzone, Busspur – der Aufruhr um die Wiener Einkaufsmeile ist groß. Wir zeigen, wer wo fahren darf.

26.08.2013 Online Redaktion

Seit 16. August ist die umgestaltete Mariahilfer Straße in der Testphase. Die Wiener Einkaufsmeile wurde abschnittsweise zu einer Fußgängerzone umgestaltet, rund um die Mariahilfer Straße wurden außerdem Einbahnen umgestellt, um dem geänderten Verkehrsfluss gerecht zu werden.

Alle Details zur Umgestaltung der Mariahilfer Straße

Die Mariahilfer Straße ist nun zwischen Kirchengasse und Andreasgasse eine Fußgängerzone. Lieferverkehr ist Montag bis Freitag von 6 bis 13 Uhr möglich. Die verbleibenden Abschnitte der Mariahilfer Straße (von der Kirchengasse bis zum Getreidemarkt und von der Andreasgasse bis zur Kaiserstraße) sind sogenannte Begegnungszone, in denen das Zufahren für Anrainer gestattet ist und ein Tempolimit von 20 km/h gilt. Radfahren ist in der gesamten Mariahilfer Straße erlaubt, allerdings gilt auch für Radfahrer Tempo 20 bzw. eine angepasste Geschwindigkeit.

Weiterhin durch die Mariahilfer Straße fährt die Buslinie 13A, dafür wurde eigens eine rote Busspur auf den Asphalt gezeichnet. Diese Lösung hat den Unmut des Wiener Linien-Personals auf sich gezogen, die Befahrung einer Fußgängerzone sei zu gefährlich. Die Busfahrer haben auch mit Streiks gedroht. Deshalb verkehrt die Buslinie 13A bis auf Weiteres samstags in zwei Teilen: Zum einen vom Hauptbahnhof bis zur U-Bahn-Station Neubaugasse, und zum Anderen von der Siebensterngasse bis in den Alsergrund. Für die Zukunft wird nach einer Lösung gesucht, mit der der 13A die Mariahilfer Straße möglichst schnell kreuzt und nicht mehr befahren muss. Eine solche Umgestaltung des Fahrplans kann aufgrund behördlicher Genehmigungen allerdings noch Monate dauern, so Wiener Linien-Geschäftsführer Günter Steinbauer.

Emotionale Reaktionen, politisches Kalkül

Bei einer vom Kurier initiierten Podiumsdiskussion am vergangenen Freitag gingen die Wogen hoch, hunderte Anrainer machten ihrem Unmut über die Umgestaltung Luft. Die Bezirksvorstehenden der angrenzenden Bezirke, Thomas Blimlinger (Grüne, Neubau) und Renate Kaufmann (SPÖ, Mariahilf) zeigten sich wenig überrascht über die emotionale Debatte, forderten aber mehr Zeit, damit sich alles einspielen könne. Die Wiener Oppositionsparteien ÖVP und FPÖ fordern angesichts “der zahlreichen offenen Fragen” Sondersitzungen im Gemeinderat. Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) hält sich in Zeiten der Nationalratswahl wohlwissend zurück: „Das Projekt ist in Eigenverantwortung der Planungsstadträtin (Maria Vassilakou, Anm.). Die grünen Freunde müssen jetzt eben schauen, dass sie mit allen gut auskommen.“

 

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