Testbericht: Alfa Romeo Spider 1750 TBi

Endlich hat auch der Spider den Motor, den er verdient.

01.11.2009 Autorevue Magazin

Es fällt schwer, den Alfa Spider nicht zu mögen – zumindest optisch. Motorisch war das Angebot bislang eher mau. Bei den Benzinern standen ein unauffälliger 2,2-Liter – immerhin mit Direkteinspritzung – und ein 3,2-Liter-V6 (von GM zugekauft, mit heftigem Appetit) zur Auswahl, die beide nicht gerade unsere Herzen zu erwärmen vermochten. Abhilfe gibt es jetzt durch den neuen 1750er-Turbo-Direkteinspritzer, der perfekt mit dem Spider harmoniert. Das früh anliegende Drehmomentmaximum (320 Nm bei 2000 U/min) hilft, das hohe Gewicht des Spider zu kaschieren, aber auch die Drehfreude entspricht dem, wofür Alfa einmal bekannt war. Der Verbrauch mit 10,0 Liter/100 km im Schnitt ist angesichts des Leistungsangebotes okay, und eigentlich muss man sich fragen, warum der deutlich durstigere 2,2er ob seines Mehrpreises (410 Euro) und seiner geringeren Leistung (185 PS) noch im Programm bleiben darf.

Sonst? Gefällige, sehr direkte Lenkung, gemeinsam mit dem knackigen Fahrwerk zuständig für das Kapitel Fahrspaß, eine nicht besonders verwindungssteife Karosserie (hey, warum ist der dann so schwer?) und – zermürbend auf der Langstrecke: eine altitalienisch seltsame Sitzposition.

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