Testbericht: Alfa Romeo 159

Auch mit neuem Zweiliterdiesel ein Hinhörer.

01.01.2010 Autorevue Magazin

Aus dem 1,9-Liter-Turbodiesel mit 150 PS hat Alfa durch punktuelle Eingriffe den Zweiliter mit 170 PS evolutioniert, und dieser verbraucht laut Hersteller im Schnitt um 0,3 Liter weniger als der Vorgänger (den’s eh auch noch gibt). Ein kleiner, aber sinnvoller Schritt, flankiert zudem von besserer Performance in Höchstgeschwindigkeit und Beschleunigung. Bei nach wie vor deutlichem Turboloch zeigt sich immerhin geschmeidiges Reagieren auf Pedalbefehle. Das wird aber von einem Bröselsound untermalt, von dem wir gedacht haben, dass wir ihn eigentlich nicht mehr hören müssten.
Vital-knackig gibt sich das Fahrwerk. Man kann dem schicken Kombi einiges zumuten, nicht jedoch die 235er-Reifen unseres Testwagens, mit denen er überall hinwollte, nur nicht geradeaus. Da kann aber das Auto echt nix dafür.
Ansonsten: Gut eingepasst ist man in die sportlichen Sitze, die halten auch bei hoher Querbeschleunigung. Sportlich hat man wohl auch die Lenkung gemeint, herausgekommen ist nichts als verdrießliche Schwergängigkeit. Außerdem sollte man nach fast 100 Jahren des Autobauens eigentlich eine halbwegs brauchbare Schaltung zusammenbringen, bei der man nicht jeden Gang erzwingen muss. Wie das geht, lässt sich ohne großen Aufwand bei allen anderen Automarken studieren. Ebenso das Sparen an den Innenraummaterialien, ohne dass es so aussieht, als hätte man – zum Beispiel die Temperaturwahldrehregler – im Pro-Cent-Shop auf der Thaliastraße eingekauft.

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