2 in 1: Airbus präsentiert modulares Flug-Auto

Pop.Up von Airbus und Italdesign ist eine Art Kapsel, die sich je nach Bedarf mit einem Fahr- oder Flug-Modul verbinden und Passagiere autonom von A nach B bringen kann.

Online Redaktion
Veröffentlicht am 08.03.2017

Auch, wenn es heutzutage (noch) ziemlich unrealistisch erscheint: Airbus ist davon überzeugt, dass sich die städtische Mobilität in die “dritte Dimension” verlagern, also auch den Luftraum nutzen wird. Für eine Zukunft, in der diese Vision Realität geworden ist, tüftelt der weltgrößte Flugzeughersteller bereits an diversen Konzepten zum individuellen Personenverkehr. Das neueste davon ist “Pop.Up”, eine Art modularer Mischling aus Auto und Fluggerät, den Airbus gemeinsam mit der Design-Schmiede Italdesign entworfen und auf dem Autosalon in Genf der Öffentlichkeit vorgestellt hat.

© Bild: Italdesign

2 in 1: Fliegen oder Fahren?

Das Cockpit bildet das zentrale Element des Pop.Up. Die 2,6 Meter lange, 1,4 Meter hohe und 1,5 Meter breite Passagierzelle aus Karbonfaser kann an ein Boden- oder ein Luftmodul angekoppelt werden. Mit dem Bodenmodul ist die “Capsula” als batteriebetriebenes Stadtauto nutzbar. Wenn es die Verkehrslage erforderlich macht, kann die Kapsel die Verbindung zum Bodenmodul trennen und wird stattdessen von einem mit acht gegenläufigen Rotoren angetriebenem, 5 mal 4,4 Meter großen Luftmodul aufgenommen. Auch in andere Transportmittel wie Züge soll die Kapsel integrierbar sein.

© Bild: Italdesign

Kapsel-Sharing

Selbst steuern muss der Insasse die Kapsel freilich nicht. Pop.Up soll sich autonom sowohl am Boden als auch in der Luft fortbewegen. Die Passagiere sollen ihre Fahrt bzw. ihren Flug per App planen und buchen, das System schlägt dabei die optimale Transportlösung vor. Wenn die Passagiere ihr Ziel erreicht haben, sollen sowohl die Capsula als auch die Luft- und Bodenmodule an eine Station zurückkehren, um auf die nächste per App getätigte Buchung zu warten.

© Bild: Italdesign

Konkrete Produktionspläne verrieten Airbus und Italdesign nicht.


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