471 km/h – in einem Ford GT mit Straßenzulassung

Dieser 1.700 PS starke Ford GT ist offiziell das schnellste Straßenauto der Welt. Jetzt konnten Johnny Bohmer und sein BADDGT ihren Guinness-Weltrekord sogar noch überbieten – und sie haben noch lange nicht genug.

Online Redaktion
Veröffentlicht am 29.10.2017

Im März 2017 stellte ein Ford GT einen neuen Weltrekord über die “stehende Meile” auf. Der von der Tuning-Schmiede M2K Motorsports zu Höchstleistungen gepushte 2006er GT beschleunigte innerhalb von einer Meile (1,6 Kilometern) aus dem Stand auf 293,6 mph – das sind umgerechnet unglaubliche 472,5 km/h. Da bei diesem Lauf keine Guinness-Repräsentanten anwesend waren, hat den offiziellen Weltrekord für die stehende Meile in einem Straßenauto aber nach wie vor ein anderes Team inne: Der Amerikaner Johnny Bohmer und sein BADDGT. Hinter dem Namen verbirgt sich ebenfalls ein 2006er GT, der von Bohmer’s Performance Power Racing (PPR) schwer in die Mangel genommen wurde. Mit nunmehr rund 1.700 PS sprintete der BADDGT im Oktober 2012 in 1,6 Kilometern von 0 auf 283,232 mph (ca. 455,82 km/h) – eine Leistung, die das dynamische Duo jetzt noch überbieten konnte.

Bohmer’s Ziel ist es, noch in diesem Jahr die 300 mph-Marke zu knacken. Bei einem ersten Testlauf in Florida musste sich der BADDGT mit 292,9 mph (ca. 471 km/h) zufrieden geben. Vorerst. Noch schwieriger als das Beschleunigen erwies sich der Bremsvorgang: Der Fallschirm, der den Ford hätte verlangsamen sollen, wurde auseinander gerissen. Also musste Bohmer seinen BADDGT nur mithilfe der Bremsen wieder zum Stillstand bringen. “Als ich stehen blieb, dachte ich das Auto würde brennen”, erzählte der Amerikaner im Gespräch mit Jalopnik. Er sei heilfroh, den Versuch auf einer ausreichend langen Strecke unternommen zu haben. Seinen Enthusiasmus konnte die Fehlfunktion des Fallschirms ebenfalls nicht bremsen: Bohmer ist zuversichtlich, irgendwann sogar die 315 mph-Marke (ca. 507 km/h) knacken zu können. Davor gilt es aber noch, die 300 voll zu machen – was Bohmer wohl in nächster Zukunft gelingen wird. Bleibt die Frage, ob ihm dabei nicht jemand zuvor kommt.


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