Testbericht: Mercedes-Benz E 300 Hybrid

Ähnlich wie im S, nur mit Dieselmotor. Und selbstverständlich auch als Kombi.

Veröffentlicht am 10.04.2014

Das Konzept des Mercedes-­Hybridantriebes ist genau so einfach wie genial: Man nehme das bekannte 7-G-tronic-Automatikgetriebe, entferne den Drehmomentwandler und implantiere statt dessen einen 20 kW starken Elektromotor samt nasser Anfahrkupplung. Dazu einen­ ­Lithium-Ionen-Akku (mit 0,8 kWh Energieinhalt) dorthin, wo normalerweise die Autobatterie sitzt und letztere in den Kofferraum – fertig ist der hybridisierte Antriebsstrang. Das ist insofern clever, weil es völlig egal ist, welchen Verbrenner man dazuhängt (im S-Hybrid sitzt ein Benziner vorne), der Daimler-typische Allradantrieb ist damit realisierbar – ­darüber hinaus lässt sich das System auch mit anderen Batteriegrößen ­betreiben – Stichwort „Plug-In“.

mercedes e 300 hybrid display tacho armaturE 300 Hybrid: Man meint im Sechszylinder zu sitzen

Das System ist sauber abgestimmt, federt die dieseltypische Anfahrschwäche und Schaltvorgänge sanft ab – vom Antritt her meint man, im Sechszylinder zu sitzen. Neu im E ist die Segelfunktion, die den Fahrer auf nette Weise zum Sparen animiert. ­Unter 160 km/h schaltet sich der ­Motor ab, sobald man den Fuß vom Gas nimmt. Das System rekuperiert spürbar. Mit der rechten Schaltwippe kann man die Rekuperation ausschalten und länger rollen. Zum Zielrollen an die rote Ampel, beispielsweise.

mercedes e 300 hybrid kofferraum
Die Systembatterie sitzt im Motorraum, somit gibt es keine Einschränkungen beim Kofferraum.

Zum Mercedes-Benz TE 300 Hybrid.


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