VW Neuwagen in Emden
VW war 2008 ebenfalls von Hagelschäden betroffen, damals in Emden
 

VW prüft Neuwagen auf Hagelschäden

Der Hagelsturm im Juli hat für die deutschen Autobauer ein Nachspiel zur Folge. Derzeit werden 17.000 Neuwagen auf Schäden überprüft.

27.08.2013 APA

 

Ende Juli wurden etliche Sachschäden durch einen starken Hagelsturm gemeldet, betroffen war auch Volkswagen, und wie es derzeit aussieht, müssen die Wolfsburger mit höheren Schäden als bisher gedacht rechnen. Europas größter Autobauer prüft rund 17.000 Autos aus seinem Wolfsburger Stammwerk auf Schäden. Der Kontrollaufwand ist immens.

Nur einwandfreie Autos werden ausgeliefert

„Wir werden im Ergebnis nur Fahrzeuge ausliefern, die 100-prozentig sind“, sagte der VW-Sprecher. Es sei absehbar, dass ein „wesentlicher Anteil“ erheblich beschädigt ist. In diesen Fällen erhielten Kunden einen Neuwagen aus künftiger Produktion – mit entsprechender Wartezeit. Autos mit kleineren Dellen bekommen die Kunden nach der Reparatur mit modellabhängigem Nachlass.

Spürbare Verzögerungen

Gegen den Millionenschaden ist VW zwar versichert, aber die logistischen Folgen sind enorm. Tausende Kunden müssen informiert werden, das Prüfen und Ausbessern der Fahrzeuge schluckt Personal-und Fabrikressourcen. Das führt zu spürbaren Verzögerungen. Bei der Kernmarke VW-Pkw rechnet der Branchenriese damit, dass es auf dem deutschen Markt in den Verkaufsstatistiken August und September ein Minus geben werde. Bis Jahresende solle das wieder wettgemacht sein.

Modelle Golf, Golf Plus, Tiguan und Touran betroffen

Ein Hagelschaden in diesem Ausmaß trifft VW nicht zum ersten Mal. Vor fünf Jahren, im Sommer 2008, hatten Hagelkörner bei VW in Emden sogar rund 30.000 Neuwagen lädiert. Dort wird der Passat gebaut. In Wolfsburg laufen Golf, Golf Plus, Tiguan und Touran von den Bändern.

 

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