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Sebastien Ogier bei der Rallye Groß Britannien 2016
 

VW macht Schluss mit Rallye

Erst die WEC nun die WRC! VW wird mit Saisonende nicht mehr bei der Rallye-WM an den Start gehen. Eine mit 2013 gestartete Erfolgsstory geht somit zu Ende.

02.11.2016 APA

Für Freunde des Rallye-Sports ist es ein Schlag ins Gesicht, VW zieht sich mit Saisonende aus der WRC zurück. Der krisengebeutelte Autohersteller ist mit dem Milliarden-Vergleich, im Zuge des Dieselskandals, gezwungen zu sparen. Das Unternehmen will sich von 2017 an auf neue Technologien und den Kundensport konzentrieren.

VW feiert einen Rallye-Erfolg nach dem anderen

VW war 2013 mit einem Werksteam in die WM eingestiegen. Die Wolfsburger holten in dieser Zeit alle Titel. Der Franzose Sebastien Ogier wurde vier Mal nacheinander Weltmeister, erst kürzlich sicherte er in Wales VW auch zum vierten Mal die Marken-WM.

Sebastien Ogier bei der Rallye Polen 2016
© Bild: Massimo Bettiol/Getty Images

Sebastien Ogier bei der Rallye Polen 2016

Fokus liegt auf Zukunftstechnologien

„Die Marke Volkswagen steht vor gewaltigen Herausforderungen“, sagte Entwicklungsvorstand Frank Welsch vor etwa 200 Mitarbeitern in der Motorsport-Zentrale in Hannover. „Mit dem anstehenden Ausbau der Elektrifizierung unserer Fahrzeugpalette müssen wir all unsere Anstrengungen auf wichtige Zukunftstechnologien konzentrieren.“

Formel E statt WEC

In der vergangenen Woche hatte die VW-Tochter Audi nach 18 Jahren den Abschied von der Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC und damit auch bei den 24 Stunden von Le Mans verkündet. Der Hersteller aus Ingolstadt steigt dafür in die rein-elektrische Rennserie Formel E ein.

DTM-Engagement derzeit nicht betroffen

Der Audi-Vorstandsvorsitzende Rupert Stadler hatte die strategische Entscheidung im Zusammenhang mit den aktuellen Belastungen für die Marke begründet. Es sei jetzt wichtig, sich auf das zu fokussieren, was Audi in den kommenden Jahren wettbewerbsfähig halte. „Das Rennen um die Zukunft tragen wir elektrisch aus“, hatte Stadler gesagt. Unangetastet bleibt das Engagement in der DTM.

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  • arctic

    Is eh langweilig, weil dauernd ein Sebastian gewinnt, der nicht Vettel heisst.
    Aber dann können die Hyundai nächstes Jahr endlich mal gewinnen

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