In Asien war Vettel in den vergangenen Jahren immer höchst erfolgreich - wie hier beim Grand Prix von Japan 2012. An diese Erfolge will der Deutsche auch 2013 anschließen
In Asien war Vettel in den vergangenen Jahren immer höchst erfolgreich - wie hier beim Grand Prix von Japan 2012. An diese Erfolge will der Deutsche auch 2013 anschließen
 

Vettel will in Asien WM-Titel fixieren

Beim Grand Prix von Südkorea am kommenden Sonntag will Vettel seinen Vorsprung weiter ausbauen und den Titel schon in Asien fixieren – die Konkurrenz hat ohnehin schon resigniert.

02.10.2013 APA

Nach seiner jüngsten Siegesserie scheint Sebastian Vettel auf dem Weg zum Weltmeistertitel ohnehin nicht mehr aufzuhalten. In Asien möchte der Red Bull-Pilot aber schon vorzeitig alles klar machen: Gelingt es dem Deutschen, seinen derzeitigen Vorsprung von 60 Punkten auf Fernando Alonso bei den nächsten beiden Rennen in Yeongam (6. Oktober) und Suzuka (13. Oktober) auf 100 Zähler auszubauen, wäre ihm damit der nächste WM-Titel schon weit vor Saisonende sicher.

Buhrufe bringen Red Bull nicht aus der Spur

Buhrufe einiger Fans bei den Siegerehrungen in Monza und Singapur waren die Folge auf die Scheinbare Leichtigkeit, mit der Vettel die letzten Rennen für sich entschieden hat. „Ist ja verständlich und zeigt uns, dass wir unsere Arbeit richtig machen“, so Vettel betont sachlich. Der Titelverteidiger will sich nicht aus der Spur bringen lassen – und erhält Rückendeckung von seinem Teamchef. 2010 und 2012 sei der Titel doch jeweils erst unter Hochspannung im letzten Saisonlauf vergeben worden, erklärte Christian Horner.“Das Wichtigste ist Gewinnen. Wir wollen beide Titel verteidigen, und es ist unsere Aufgabe, das so schnell wie möglich zu erledigen“, fügte Horner hinzu und betonte: „Es liegt nicht in unserer Verantwortung, dass es bis zum letzten Rennen offen bleibt – was es hoffentlich auch nicht wird.“ Angesichts des Polsters, das sein Vorzeigepilot herausgefahren hat, muss sich der Teamchef wohl keine Sorgen machen.

Asien ist gutes Pflaster für Vettel

Zumal Vettel vor allem in Asien stets zur Höchstform aufläuft. 19 seiner 33 Grand-Prix-Siege hat er in Asien gefeiert, kein anderer Pilot der Formel-1-Geschichte war dort erfolgreicher. Zwei seiner drei Titel machte der 26-Jährige in Asien perfekt: 2010 in Abu Dhabi und 2011 in Suzuka. Viel spricht dafür, dass es auch in diesem Jahr so sein wird. Auf die Reise nach Südkorea und Japan folgen noch die Rennen in Indien und Abu Dhabi. Spätestens dann sollte bei den aktuellen Kräfteverhältnissen auch rechnerisch jeder Zweifel an Vettels viertem Streich beseitigt sein.

Konkurrenz resigniert

Die Konkurrenz hat den Glauben an eine Wende bereits verloren. „Wir müssen realistisch sein. Wir brauchen schon eine ganze Menge Glück“, bekannte Ferrari-Pilot Alonso. Die Scuderia hat die Entwicklungsarbeit am F138 weitgehend eingestellt. Der Rest der Vettel-Verfolger darf sich noch weniger Hoffnungen machen. Mercedes-Fahrer Lewis Hamilton liegt schon 96 Punkte zurück, Lotus-Pilot Kimi Räikkönen gar 98. Die Schlussphase der Saison wird so zum Wettkampf um die kleineren Pokale und die Plätze in der Konstrukteurswertung, die über die Verteilung der Einnahme-Millionen entscheidet.

Der Grand Prix von Südkorea findet am 8. Oktober in Yeongam statt.

Der Grand Prix von Südkorea findet am 8. Oktober in Yeongam statt.

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