Vettel bleibt vorm Grand Prix von Indien ganz cool.
Vettel bleibt vorm Grand Prix von Indien ganz cool.
 

Vettel vor GP von Indien: „Ich erwarte nichts“

Sebastian Vettel könnte kommenden Sonntag seinen vierten WM-Titel einfahren, sofern er mindestens Fünfter wird – damit wäre er der vierte Fahrer, dem dies jemals gelungen ist. Er gibt sich aber (noch) bescheiden: „Man sollte den Tag nicht vor dem Abend loben“

24.10.2013 APA

Dass Sebastian Vettel seinen vierten WM-Titel holen wird, steht mittlerweile (fast) außer Zweifel. Bereits kommenden Sonntag in Indien könnte es so weit sein. Wird der Red Bull-Star mindestens Fünfter, steht er als Weltmeister fest. Sollte sein einzig verbliebener Rivale Fernando Alonso bei 90 Punkten Rückstand nicht unter den ersten zwei landen, wäre dem Deutschen der Titel ebenso bereits nach dem 16. von 19 Saisonrennen sicher. Noch früher ist ihm das nur 2011 in Japan (15. von 19 Rennen) gelungen. Trotz aller Spekulationen versucht Vettel aber, sich nicht zu sehr unter Druck zu setzen: „Man sollte den Tag nicht vor dem Abend loben“, meinte der 26-jährige am Donnerstag auf dem Buddh International Circuit. „Wir haben Grund zu der Annahme, dass wir hier ein schnelles Auto haben. Aber auch wenn wir ein sehr gutes Paket haben, kann man nicht immer einen Sieg erwarten. Ich gehe in dieses Wochenende und erwarte nichts.“

„Es ist schon verrückt, was in den letzten Jahren passiert ist“

Viermal Weltmeister waren vor Vettel nur Juan Manuel Fangio (ARG), Alain Prost (FRA) und Landsmann Michael Schumacher. Im Kreis dieser Legenden angekommen fühlt sich Vettel aber noch nicht. „Ich bin froh, überhaupt auf der Liste der Weltmeister aufzuscheinen“, gab sich der Seriensieger bescheiden. „Es ist schon verrückt, was in den letzten Jahren passiert ist. Für mich ist das immer noch manchmal surreal.“

Platz fünf reicht aus und wäre trotzdem nicht genug

Neun Rennen hat Vettel in dieser Saison bereits gewonnen, seit der Sommerpause sogar fünf hintereinander. Außer technischen Defekten scheint ihn nichts mehr bremsen zu können. „Wir sind in einer großartigen Position“, bestätigte Vettel. „Es ist schön, die Chance auf die WM zu haben. Aber wir konzentrieren uns auf unseren Job. Wir wollen das Maximum herausholen, auch aus diesem Rennen.“ Dementsprechend würde sich der Deutsche auch mit einem fünften Platz nicht zufrieden geben – selbst wenn ihm dieser den Titel sichern würde: „Das Ziel ist es, das Rennen zu gewinnen. Wenn ich am Ende Fünfter bin und die Chance auf Platz eins gehabt hätte, bin ich mit dem Tag an sich nicht zufrieden“, erklärte der 35-fache GP-Sieger. In Indien ist er bisher nur glücklich gewesen. Die beiden bisherigen Rennen südöstlich von Neu-Delhi gewann Vettel jeweils aus der Pole Position. Noch nie hat dort ein anderer Fahrer geführt.

pixel