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Vettel verabschiedet sich frustriert vom WM-Kampf

Nach Platz sechs in Monza hat Vettel schon 132 Zähler Rückstand an die Spitze. Es geht ihm jetzt um andere Ziele.

07.09.2014 APA

Von Startplatz acht auf Rang sechs im Rennen. Vorjahressieger Sebastian Vettel konnte sich ein Jahr nach seinem dritten Monza-Triumph nur bedingt über seine Verbesserung im Grand Prix von Italien freuen. Ein Mitgrund für die magere Platzierung war die aggressive Strategie mit dem extrem frühen Wechsel der Reifen. Die waren am Ende kaputt.

Der frühe Reifenwechsel war ein Fehler

So sehr, dass sich Vettel im Finish gegen seinen Teamkollegen Daniel Ricciardo nur kurz wehren konnte. Während der Australier diesmal zwar keine Chance auf einen weiteren Sieg aber zumindest auf die richtigere Reifenstrategie gesetzt hatte, fuhr Vierfach-Weltmeister Vettel ein weiteres enttäuschendes Ergebnis ein. „In Wahrheit war es das Optimum, mehr war nicht drin“, gestand der frustrierte Deutsche in Monza.

Dort, wo er 2008 zum jüngsten Grand-Prix Sieger aller Zeiten geworden war und wo er danach zwei weitere Male gewonnen hatte, hat sich Vettel wohl endgültig vom WM-Titelkampf verabschiedet. Zwar sind in den restlichen sechs Rennen dank der doppelten Zähler beim Finale in Abu Dhabi auf dem Papier noch 175 Punkte zu holen, bei 132 Zählern Rückstand auf WM-Leader Nico Rosberg (238) hat der mit 106 Punkten auf Platz sechs liegende Vettel aber wohl keine Chance mehr.

Red Bull auf Strecken wie Monza chancenlos

Denn der PS-Nachteil der von Renault-Antrieben beschleunigten Red Bulls ist immer noch enorm. „Wir sind nach wie vor rund 50 PS hinten. An Strecken wie hier haben wir keine Chance“, sagte Motorsport-Direktor Helmut Marko in Monza. „Aber wir geben nicht auf“, versprach der Grazer.

Auch Marko bezeichnet es als falsch, dass man Vettel extrem früh an die Box geholt hatte. „Dadurch waren die Reifen am Ende hinüber, ich konnte mich gegen Daniel nicht wehren“, erklärte Vettel, warum er seinen Teamkollegen vorbei lassen musste. „Ich hatte durchdrehende Räder, wo er schon wieder voll am Gas stand. Es hat keinen Sinn gemacht, großartig dagegen zu halten.“

Vettel: „Ich liebe, was ich mache.“

Die Hoffnung, 2014 doch noch einen Sieg einzufahren, sei aber nach wie vor da. „Ich fahre ja nicht um die Wette, um möglichst weit hinten anzukommen“, gab sich der Deutsche kämpferisch. „Ich liebe, was ich mache. Aber ich bin hier um zu gewinnen, da machen einen die Plätze vier, fünf oder sechs nicht happy.“ Durch die aktuellen Probleme müsse man einfach durch, so Vettel. „Ich bin überzeugt, dass sie uns am Ende stärker machen.“

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