Nicht nur Newey und Vettel feiern sich gegenseitig, auch Rosberg und Grosjean gratulierten dem Weltmeister.
Nicht nur Newey und Vettel feiern sich gegenseitig, auch Rosberg und Grosjean gratulierten dem Weltmeister.
 

Vettel und Red Bull: 4 Weltmeistertitel sind nicht genug

Sebastian Vettel ist zum vierten Mal in Folge Weltmeister, Red Bull entschied die vierte Konstrukteurs-WM in Serie für sich – und auch für 2014 hat das Dreamteam große Pläne.

28.10.2013 APA

Sebastian Vettel ist zum vierten Mal Weltmeister, und geht es nach ihm und seinem Team, ist damit noch lange nicht Schluss. Selbst die sieben WM-Titel seines Landsmannes Michael Schumacher scheinen für den erst 26-jährigen Deutschen machbar. Schumacher war bei seinem vierten Titel sechs Jahre älter als Vettel. „Ein fünfter, ein sechster und ein siebenter WM-Titel schwimmen aber nicht daher“, betonte Red Bulls Motorsportchef Helmut Marko, einer der größten Förderer des zehnfachen Saisonsiegers. „Da muss man hart arbeiten und alle notwendigen Voraussetzungen schaffen, dann kann es vielleicht passieren.“

Red Bull sieht Regeländerungen 2014 gelassen entgegen

2014 kommen einschneidende Regeländerungen auf die Formel 1 zu. Red Bull sieht sich für die kommende Saison dennoch gut gerüstet: Zum vierten Mal in Serie hat Red Bull am Sonntag in Indien die Konstrukteurs-WM für sich entschieden. Ein derartiger Erfolgslauf ist zuvor nur McLaren (1988-1991) und Ferrari (1999-2004) gelungen – jeweils bei relativ stabilem Reglement. Kommende Saison beginnen alle Teams praktisch bei Null. Gerade das leere Blatt Papier gilt aber als eine der Stärken von Red Bulls Technikguru Adrian Newey, der für die überlegenen Red Bull-Boliden verantwortlich zeichnet. Und auch dem ehrgeizigen Vettel ist es zuzutrauen, der Konkurrenz auch unter neuen Bedingungen einen Schritt voraus zu sein. „Es kommt auf mehrere Faktoren an, aber vom reinen Talent her sehe ich keinen Grund, warum er nicht wieder Weltmeister werden kann“, sagte sein Teamchef Christian Horner. „Er hat eine fantastische Arbeitseinstellung und inspiriert die Leute um ihn herum.“

Anfeindungen treffen Vettel – trotzdem will er weiter gewinnen

Neben dieser „Inspiration“ hat Vettels Dominanz aber durchaus auch zu Missgunst in seinem Umfeld geführt. Nach dem vierten WM-Titel gestand der Seriensieger erstmals, dass ihn die Anfeindungen nach seinen Triumphen in Monza und Singapur schwer getroffen hatten. „Aber ich bin nicht nachtragend“, versicherte Vettel. Bei beiden Rennen im September war der Deutsche auf dem Siegespodest ausgepfiffen worden. Mit dem Gewinnen will Red Bull deswegen aber nicht aufhören. „Es sind noch drei Rennen zu fahren und wir werden alles versuchen“, versprach Horner. Bereits am Sonntag geht es in Abu Dhabi weiter.

Alonso will es Vettel in Zukunft schwerer machen

Auch Vettels härtester Konkurrent Fernando Alonso gratulierte dem Überflieger. „Er hatte eine sehr, sehr starke Saison“, meinte der Ferrari-Star. „Hoffentlich können wir es ihm nächstes Jahr schwerer machen.“

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