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Vettel in noch der für uns noch gewöhnungsbedürftigen Ferrari-Kluft
 

Vettel führt das Feld auch am zweiten Testtag an

Während Mercedes die mit Abstand meisten Runden dreht, freundet sich Vettel mit dem Ferrari an.

02.02.2015 APA

Sebastian Vettel ist am Montag auch am zweiten Testtag für die neue Formel-1-Saison in Jerez de la Frontera der Schnellste gewesen. Im Gegensatz zum Vortag bekundete auch Mercedes erstmals leichte Probleme. Weltmeister Lewis Hamilton musste seinen neuen Boliden zu Mittag abstellen. Schuld war laut Teamangaben ein von einem beschädigten Teil ausgelöstes Wasserleck.

Sauber und Ferrari führten das Feld wieder an

Vettel hatte schon zum Auftakt das Tempo vorgegeben. „Man darf das nicht falsch interpretieren, sondern muss die Füße am Boden behalten“, betonte der vierfache Weltmeister. „Es gibt noch sehr viel zu tun. Alles in allem waren es aber gute zwei Tage, es war ein guter Auftakt.“ Für den Rest der ersten viertägigen Testserie übergibt der Deutsche den neuen Ferrari SF15-T an seinen Teamkollegen Kimi Räikkönen. Wie am Vortag kam ein Sauber Vettel am nächsten, diesmal war es der brasilianische F1-Debütant Felipe Nasr.

Hamilton trotz Defekt zufireden

Hamilton landete hinter Valtteri Bottas im Williams auf Platz vier der Zeitentabelle, konnte in der Endphase bei aufkommendem Regen aber keine Daten mehr sammeln. Bis zu seinem Defekt spulte der Titelverteidiger aber bereits 91 Runden ab – mehr als die Konkurrenz. Der Brite sprach daher auch von einem „zufriedenstellenden Tag“. Schon am Sonntag war Stallrivale Nico Rosberg mit 157 Umläufen auf der 4,4 km langen Strecke in Andalusien der Vielfahrer unter allen Piloten gewesen.

Kwjat flog mit dem Red Bull ab

Bei Red Bull kostete ein Abflug von Aufsteiger Daniil Kwjat wertvolle Testzeit. Der 20-jährige Russe kam am Vormittag von der Strecke ab und beschädigte seinen Frontflügel. Weil wegen des Zeitdrucks vor dem Testauftakt noch kein Ersatzteil vorhanden war mussten sich die im neuen Zebra-Look auftretenden Bullen für den Rest des Tages mit Prüfstandtests zufriedengeben. „Das war nicht ideal, aber manchmal passieren eben Fehler“, sagte Kwjat.

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McLaren-Honda kämpft noch

McLaren hatte einmal mehr mit Problemen mit dem neuen Honda-Hybridantrieb zu kämpfen. Ex-Weltmeister Jenson Button kam lediglich auf sechs Runden. Seine ersten Ausfahrten absolvierte auch das niederländische Supertalent Max Verstappen. Der 17-Jährige belegte Rang fünf. Verstappen bildet 2015 mit dem Spanier Carlos Sainz jun. das Rookie-Duo bei Red Bulls Zweitteam Toro Rosso. Beim Saisonstart am 15. März in Melbourne wird er als jüngster Pilot der Geschichte sein Grand-Prix-Debüt geben.

Ergebnisse Formel-1-Testfahrten in Jerez de la Frontera vom Montag (zweiter von vier Testtagen):

1. Sebastian Vettel (GER) Ferrari, 1:20,984 (88 Runden)
2. Felipe Nasr (BRA) Sauber – +0,883 Sek. (87)
3. Valtteri Bottas (FIN) Williams +1,335 (61)
4. Lewis Hamilton (GBR) Mercedes 1,506 (91)
5. Max Verstappen (NED) Toro Rosso 3,183 (73)
6. Pastor Maldonado (VEN) Lotus 4,818 (41)
7. Jenson Button (GBR) McLaren 33,671 (6).

Ohne Zeit: Daniil Kwjat (RUS) Red Bull (18)

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