Lang, lang ist's her: Vettel & Mateschitz feiern den Sieg beim Italien-GP 2008.
Lang, lang ist's her: Vettel & Mateschitz feiern den Sieg beim Italien-GP 2008.
 

Vettel als Spitzel unbrauchbar

Dietrich Mateschitz schließt den Serienweltmeister Sebastian Vettel ab sofort von allen Red Bull-internen Entwicklungen aus.

13.10.2014 Online Redaktion

Wie man bei Red Bull immer wieder betont, verläuft die Trennung vom hauseigenen Ex-Liebling und Noch-Weltmeister sauber und fair. Als Eigen Fleisch und Blut wird der aus der Talentschmiede des österreichisch-englischen Weltmeisterteams aber schon nicht mehr gesehen. Auch wenn noch nicht klar ist, für welchen Rennstall der Deutsche in der kommenden Saison an den Start gehen wird: Fest steht, dass er kaum brauchbare Informationen über Red Bull mitbringen wird. Vettel werde „von allen Entwicklungen, die wir für das nächstjährige Auto schon jetzt unternehmen, ausgeschlossen“, so Mateschitz.

Freude über Kwyat überwiegt

Dieser Ausschluss Vettels ist natürlich notwendig, Groll werde Red Bull-intern nicht gegen den Deutschen Vierfach-Weltmeister gehegt. Allgemein zeigen sich beide Seiten eher lethargisch, von Abschiedsschmerz ist (noch) nichts zu spüren. Eher fühlt man sich bei Red Bull in seiner Entscheidung für den jungen Daniil Kwyat als Vettels Nachfolger nach dem vergangenen Renn-Wochenende in Russland bestätigt:  „Die Qualifikation in Sotchi war eine Bestätigung für die Richtigkeit der Entscheidung. Er hat eine gute Beherrschung des Autos, war schnell und konnte überholen. Er zeigte, dass er eines der größten Talente ist.“

Vettel soll gegenüber Ricciardo nicht benachteiligt werden

Auch wenn Vettel im kommenden Jahr Red Bulls Gegner sein wird, soll er in der laufenden Saison gegenüber Daniel Ricciardo nicht benachteiligt werden. „Er wird in den restlichen Rennen völlig gleich behandelt“, so Mateschitz. Auch auf eine Teamorder wird Red Bull weiterhin verzichten – dass Ricciardo noch Weltmeister wird, ist theoretisch zwar möglich, in der Praxis aber nur zu etwa 0 Prozent realistisch.

Mehr zum Thema
pixel