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Toto Wolff will trotz seines Unfalls am Rennwochenende teilnehmen.
 

Mercedes-Chef erlitt bei Unfall mehrere Brüche

Ein Radausflug endete für Toto Woff mit mehreren Brüchen und einem Aufenthalt im Krankenhaus. Trotzdem will der Motorsportchef zum GP Ungarn anreisen.

23.07.2014 APA

Vor dem Großen Preis in Ungarn sind gleich mehrere Mitglieder des Mercedes Formel-1-Rennstalls in einen Radunfall verwickelt worden. Am schlimmsten erwischte es bei einem Sturz nahe Wiens ausgerechnet den „Lokalmatador“, Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff. Der 42-Jährige zog sich laut Teamangaben vom Mittwoch mehrere Brüche an der rechten Körperseite zu.

Toto Wolff musste operiert werden

Wolff wurde bereits operiert und befand sich am Mittwoch noch in einem Wiener Krankenhaus. Der Motorsportchef werde aber spätestens am Freitag an der Strecke in Budapest erwartet, bestätigte ein Teamsprecher. Dort geht am Wochenende der nächste WM-Lauf über die Bühne. Die Mercedes-Piloten Nico Rosberg und Lewis Hamilton gelten erneut als Favoriten.

Toto Wolff bei der Siegerehrung am Hockenheimring

Mit Umarmungen muss demnächst sparsam umgegangen werden. © Bild: Getty Images / Mark Thompson

Gleich mehrere Brüche erlitten

Sowohl WM-Leader Rosberg als auch Ex-Weltmeister Hamilton waren am Dienstag mit dem Team und dessen Aufsichtsratschef Niki Lauda in Wien Abendessen. Einzig Wolff fehlte. Der Wiener zog sich bei dem Radsturz einen Bruch der Schulter, des Schlüsselbeins, des Ellenbogens und des Handgelenkes zu. „Es war eine Kettenreaktion. Einer ist gestürzt, die anderen darüber. Toto hat es am heftigsten erwischt“, schilderte der Sprecher.

Seinen Humor hat er nicht verloren

Die Gruppe war auf dem Donauradweg rund 20 Kilometer nordwestlich von Wien unterwegs. Auch fünf andere Teammitglieder wurden nach dem Unfall mit leichten Verletzungen im Krankenhaus behandelt. Nur der Chef musste bleiben. Seinen Humor hat er aber offensichtlich nicht verloren. „Wir haben beschlossen, es jetzt den Profis zu überlassen. Lewis und Nico sind besser Rad an Rad mit 300 km/h als wir mit 30 km/h“, ließ Wolff via Twitter ausrichten.

#Totonator

 

Der Totonator

Ehefrau Susie postete am Mittwoch bereits ein Bild, das ihren Mann mit dick bandagiertem Arm zeigt. Auf einem weiteren des Teams ist die Röntgenaufnahme einer verdrahteten Schulter zu sehen. „Totonator“ lautet sein neuer Spitzname. „Er lässt sich davon nicht aus der Ruhe bringen, das kann jedem passieren“, betonte der Teamsprecher. „Das Ganze wird unser Wochenende nicht stören.“

Dichtes Programm für die Piloten

Im Vorjahr hatte Wolff die Radtour in seiner Heimat vor dem Ungarn-Rennen noch mit Hamilton und dessen Ingenieuren unternommen. Diesmal kamen die Fahrer, die sich ein Duell um den Weltmeistertitel liefern, laut Teamangaben erst am Abend nach Wien. Am Mittwoch ging es weiter nach Budapest. Am Donnerstag stehen dort an der Strecke die ersten Medientermine auf dem Programm.

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