5 Tops und 5 Flops der Formel-1-Saison 2015

Rückblick auf die Formel-1-Saison 2015: 5 Highlights des Jahres und 5 Momente, auf die wir gerne verzichtet hätten. Tops und Flops aus der Köngisklasse!

30.11.2015 APA

5 Tops der F1-Saison 2015

„Der beste Weltmeister, den wir jemals hatten“

Für Bernie Ecclestone ist Lewis Hamilton schlicht „der beste Weltmeister, den wir jemals hatten“. Zumindest bis zu seinem vorzeitigen Titelgewinn in Austin Ende Oktober war der Brite der dominierende Fahrer des Jahres, ließ auch Teamrivale Nico Rosberg keine Chance. Auch abseits der Strecke gehörten Jetsetter Hamilton die meisten Schlagzeilen – so mag es Vermarkter Ecclestone.

Vettel ist zurück

Sebastian Vettel hat bei Ferrari das Lachen zurückgebracht. Schon im zweiten Rennen mit der „Roten Göttin“ feierte er seinen ersten Sieg, die Saison hindurch blieb er Stammgast bei der Champagner- bzw. Rosenwasser-Zeremonie. Angetrieben vom „Gute-Laune-Piloten“ aus Heppenheim rückte die Scuderia an die Silberpfeile immer näher heran. 2016 will Vettel zum Überholen ansetzen.

Comeback der Saison

Nach 23 Jahren ist Mexiko zurück im Kalender der Formel 1 – und wie. Die Rückkehr wurde zum rauschenden Fest. Die Tribünen im Autodromo Hermanos Rodriguez waren rappelvoll, die Fahrt durch ein ehemaliges Baseball-Stadion lieferten tolle Bilder inklusive La-Ola-Wellen. Und die Piloten schwärmten von der Atmosphäre, die an Fußball-Fiestas erinnert.

Wer braucht schon einen Führerschein?

Als Max Verstappen sein Grand-Prix-Debüt in Australien gab, hatte er noch nicht einmal einen Führerschein. Der Niederländer ist mit 17 Jahren der jüngste Pilot der Formel-1-Geschichte. Zweifler brachte der Jüngling schnell zum Schweigen. Im Verlauf der Saison begeisterte Verstappen mit tollen Überholmanövern und zeigte erstaunliche Reife.

Dann halt Le Mans

In der Formel 1 wartet Nico Hülkenberg auch nach mehr als 90 Rennen auf einen Podiumsplatz. Beim Ausflug zum 24-Stunden-Klassiker in Le Mans klappte es dagegen gleich auf Anhieb mit dem Sieg im Porsche. Einziges Problem: 2016 kann Hülkenberg den Titel wohl nicht verteidigen, weil am gleichen Tag der Grand Prix in Aserbaidschan angesetzt ist.

5 Flops der F1-Saison 2015

Peinlichster Fehler der Saison

Lewis Hamilton konnte es nicht fassen. Der Weg zum Prestigesieg in Monaco war frei, als den Mercedes-Strategen ein peinlicher Fehler unterlief. Hamilton wurde zu einem unnötigen Reifenwechsel an die Box beordert und war plötzlich nur noch Dritter. Stattdessen fuhr Stallgefährte Rosberg als Erster durchs Ziel. Am liebsten hätte Hamilton danach die Siegerehrung geschwänzt.

Enttäuschung der Saison



Fernando Alonso, Jenson Button, McLaren – das klingt nach Siegen in Serie. Doch vom Ruhm der Vergangenheit blieb wenig übrig. Weil Motorenpartner Honda die komplizierte Hybridtechnik nicht in den Griff bekam, fuhren die einstigen Weltmeister Alonso und Button weit hinterher. Am Ende blieb nur Galgenhumor, als sich das Duo in Brasilien trotzdem für die Kameras aufs Podium schlich.

Fast Ausstieg

Dietrich Mateschitz schien der Spaß an seinen Formel-1-Spielzeugen abhandengekommen zu sein. Weil es sportlich seit zwei Jahren abwärtsgeht, drohte der Getränke-Milliardär sogar mit dem Ausstieg seiner Teams Red Bull und Toro Rosso. Im Streit wurde der Vertrag mit Motorenlieferant Renault vorzeitig gekündigt. Ein neuer Partner aber fand sich nicht. Nun geht es wohl doch miteinander weiter.

Zu hoher Preis von Deutschland

Erstmals seit 1960 drehte die Formel 1 in diesem Jahr nicht in Deutschland ihre Runden. Der als Gastgeber vorgesehene Nürburgring konnte die Antrittsgage für den PS-Zirkus nicht aufbringen, der Hockenheimring wollte nicht ins finanzielle Risiko. „Es scheint so, als wären die Leute beim Motorsport in anderen Ländern heute mit mehr Leidenschaft dabei“, meint Sebastian Vettel.

Rechtsstreit bei Sauber

Ein bizarrer Vertragsstreit kostete das ohnehin gebeutelte Sauber-Team viel Geld und Nerven. Der Niederländer Giedo van der Garde klagte kurz vor dem Saisonauftakt ein Cockpit bei den Schweizern ein. Es folgte eine Gerichtsposse in Melbourne. Sauber musste mehrere Millionen zahlen, um den Kontrakt aufzulösen.

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