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Gerhard Bergers Neffe hofft auf Sprung in die Formel 1: "Er muss mit Kritik umgehen können"
 

Tiroler Nachwuchstalente auf dem Weg in die Formel 1

Die Tiroler Lucas Auer (19) und Rene Binder (22) hoffen auf eine Karriere in der Königsklasse des Motorsports.

17.06.2014 APA

Die Tiroler Lucas Auer (19) und Rene Binder (22) wollen sich in den wichtigsten Nachwuchsserien für die Formel 1 empfehlen. Beide sind Neffen früherer Formel-1-Piloten. Auer fährt erfolgreich in der Formel-3-EM, Binder sein zweites Jahr in der im Rahmen der Formel 1 ausgetragenen GP2-Serie.

„Seit ich fünf oder sechs Jahre alt bin, denke ich an nichts anderes“

Auer ist der Neffe von Gerhard Berger. Betreut wird der Youngster aber von dessen Schwester, seiner Mutter Claudia. Die Formel 1 war schon immer Ziel des Kufsteiners. „Seit ich fünf oder sechs Jahre alt bin, denke ich an nichts anderes“, erklärte Auer. „Es fühlt sich aber schon noch weit weg an.“ Nächster Schritt wäre der Eintritt in ein großes Juniorteam, etwa jenes von Red Bull. „Dann wäre der Traum schon realistischer.“

Wichtige Kritik

Zweimal am Tag trainiert Auer dafür, daneben macht er online die HAK-Matura nach. Mit Berger telefoniert er nur unregelmäßig. Sein berühmter Onkel ist sein schärfster Kritiker, das Verhältnis dadurch nicht immer einfach. „In der Familie ist es schwierig. Wenn man in Richtung Formel 1 denkt, muss man mit dieser Kritik aber umgehen können“, meinte Berger. „Seine Kurve zeigt nach wie vor nach oben.“

Schlüsseljahr für Auer

Derzeit liegt Auer nach einem Rennsieg in der stark besetzten EM auf Rang drei. „Ich möchte auf jeden Fall Meister werden“, betonte der 19-Jährige. Fehler macht der Youngster nicht mehr so viele wie in der vergangenen Saison. „Es ist ein absolutes Schlüsseljahr“, sagte Berger. Mit dem gestiegenen Druck kommt Auer laut eigenen Angaben gut zurecht. „Mental bin ich relativ fit.“

F1-Simulator zum Training

Binder hat in der GP2 bisher nur beim Auftakt in Bahrain Punkte geholt. Vor allem der fehlende Qualifying-Speed seines Arden-Teams macht ihm zu schaffen. Der Rennstall gehört Red-Bull-Teamchef Christian Horner, Binder darf daher hin und wieder den Simulator des F1-Teams in Milton Keynes nutzen – so auch vor dem Wochenende in Spielberg. „Das hilft mir enorm“, versicherte der 22-Jährigen aus Fügen.

GP2 fährt auch im Rahmen des Österreich-GP

Neben dem Rennsport hat Binder einen Job im familieneigenen Holzgroßunternehmen. Dennoch träumt der Zillertaler, dessen Onkel Hans 1976 und 1977 insgesamt 13 Grand Prix bestritten hat, weiter von der großen Karriere. „Die Formel 1 ist für mich absolut noch ein Thema“, versicherte Binder. Dafür muss er sich in der GP2 empfehlen. Die offizielle Nachwuchsserie fährt auch im Rahmen des Österreich-GP. Auer dagegen ist zeitgleich in Spa im Einsatz.

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