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Streit um Sauber-Cockpit beigelegt? Rennstall zahlt 15 Mio. Abfindung

Als ob Sauber so viel Geld hätte: Giedo van der Garde soll für 15 Millionen Euro auf seinen Anspruch als Formel 1-Pilot verzichten.

18.03.2015 APA

Als ob Sauber nicht so schon Geldprobleme hätte: Im Streit um den Formel-1-Stammplatz mit dem früheren Ersatzfahrer Giedo van der Garde muss der Rennstall jetzt Medienberichten zufolge 15 Millionen Abfindung zahlen. Dann werde van der Garde auf seinen Anspruch im Cockpit verzichten.

Startrecht vor Gericht

Eine Bestätigung dafür gab es zunächst nicht. „Morgen oder übermorgen werden wir Informationen veröffentlichen“, sagte Van der Gardes Manager der Zeitung „De Telegraaf“. Der juristische Streit zwischen dem Rennfahrer und Sauber hatte den Saisonauftakt in Melbourne am vergangenen Wochenende überschattet. Van der Garde hatte sich vor Gericht ein Startrecht erstritten.

Sauber brach Vertrag

Das Schweizer Privatteam hatte zwar im Vorjahr einen Vertrag mit ihm als Stammpilot für dieses Jahr geschlossen, dann aber den Brasilianer Felipe Nasr und den Schweden Marcus Ericsson verpflichtet und offiziell gemeldet. Erst am Tag vor dem Grand Prix einigten sich Sauber und Van der Garde darauf, dass der Niederländer in Australien auf seinen Anspruch verzichtet.

Sauber ist von Sponsorengeldern abhängig

Weil Nasr und Ericsson Sponsorengeld mitbringen, ist Sauber auf ihre Dienste angewiesen. Die Zukunft des Teams steht wegen des Streits mit Van der Garde deshalb auf dem Spiel. Die angebliche Abfindung für ihn könnte nun das Problem lösen, würde Sauber aber noch mehr in finanzielle Bedrängnis bringen.

„Sind froh, dass die Angelegenheit erledigt ist“

„Wir sind froh, dass die Angelegenheit erledigt ist“, sagte ein Sprecher des Rennstalls am Dienstagabend im Schweizer Fernsehen. Zu den Details der Abmachung wolle man sich jedoch nicht äußern.

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