Der Italiener Lorenzo Bandini (m.) während der Siegerehrung nach seinem Sieg des ersten Grand Prix von Österreich in Zeltweg 1964.
Der Start zum ersten Formel-1 Rennen in Österreich 1963 in Zeltweg. Der "Große Preis von Österreich" wurde schon 1963 erstmals vergeben und später auch für mehrere Sportwagenrennen verwendet. © Bild: APA / MOTORSPORTARCHIV.AT
 

GP von Österreich: Die Highlights

Die Höhepunkte der Formel 1 in Österreich.

02.05.2014 APA

Der Große Preis von Österreich ist zurück, diese Meldung ließ die Herzen der heimischen Motorsportfans höher schlagen. Die Höhepunkte aus der Formel-1-Geschichte in Österreich:

23. August 1964: Der 1. GP Österreich

Der erste Grand Prix von Österreich wird als Flugplatzrennen in Zeltweg ausgetragen. Es triumphiert der Italiener Lorenzo Bandini im Ferrari. Jochen Rindt gibt als erster Österreicher sein Debüt in der Königsklasse. Auf der engen „Rumpelpiste“ zerbrechen viele Boliden, Phil Hills Cooper verbrennt inmitten von Strohballen. Die Strecke wird für zu gefährlich befunden, der WM-Status ist gleich wieder weg.

Der Italiener Lorenzo Bandini (m.) während der Siegerehrung nach seinem Sieg des ersten Grand Prix von Österreich in Zeltweg 1964.

Der Italiener Lorenzo Bandini (m.) während der Siegerehrung nach seinem Sieg des ersten Grand Prix von Österreich in Zeltweg 1964. © Bild: APA / MOTORSPORTARCHIV.AT

16. August 1970: Premiere in Spielberg

Erstmals wird auf dem 1969 errichteten, in die Landschaft eingebetteten Österreichring in Spielberg gefahren. Der in der WM führende Lokalmatador Rindt stellt seinen Lotus auf Pole Position, scheidet aber bereits nach wenigen Runden mit Motorschaden aus. Ferrari landet durch Jacky Ickx und Clay Regazzoni einen Doppelsieg.

17. August 1975: Schwarzer Tag

Der US-Amerikaner Mark Donohue verunglückt im Warm Up und reißt auch einen Streckenposten mit in den Tod. Das Rennen wird wegen strömenden Regens bereits kurz nach Halbzeit abgebrochen und mit halben Punkten gewertet. Der siegreiche Italiener Vittorio Brambilla fährt mit seinem March vor Freude in die Streckenbegrenzung. Der spätere Weltmeister Niki Lauda wird im Heimrennen Sechster.

Niki Lauda während seines ersten Formel-1-Rennens, am 15. August 1971, auf dem Österreichring bei Zeltweg. Mit Helmut Marko (BRM/11.) und Niki Lauda (March/out) sind vor 120.000 Fans zwei Österreicher am Start. Es siegt Jo Siffert (BRM).

Niki Lauda während seines ersten Formel-1-Rennens, am 15. August 1971, auf dem Österreichring bei Zeltweg. Mit Helmut Marko (BRM/11.) und Niki Lauda (March/out) sind vor 120.000 Fans zwei Österreicher am Start. Es siegt Jo Siffert (BRM). © Bild: APA / MOTORSPORTARCHIV.AT

19. August 1984: Laudas Sieg

Die große Stunde des Niki Lauda. Der Wiener feiert im McLaren-Turbo den ersten und bisher einzigen Heimsieg eines Österreichers. Lauda jubelt vor 100.000 Landsleuten, obwohl im Finish das Getriebe Probleme bereitet. Sein Stall- und WM-Rrivale Alain Prost dreht sich auf einem Ölfleck ins Aus. Lauda wird am Ende zum dritten Mal Weltmeister – mit dem knappsten Vorsprung aller Zeiten.

_apa-grafik-gp-österreich-strecken17. August 1986: Bergers Ausfall

Gerhard Berger wird zum tragischen Helden. Der Tiroler ist in seinem Benetton der überlegene Mann, eine defekte Elektrik kostet ihn aber den sicher scheinenden Heimsieg. Berger klebt vier endlose Runden an der Box, danach bleiben ihm nur noch die Trostpreise: schnellste Rennrunde und Platz sieben. Den Sieg, seinen dritten in Österreich, holt sich Prost. Der Franzose ist damit bis heute Rekordsieger des Formel-1-GP von Österreich.

Zahlreiche Zuschauer am Österreichring bei Zeltweg, am 16. August 1970. Vor rund 100.000 Zuschauern gibt es durch Jacky Ickx vor Clay Regazzoni beim 8. GP von Österreich einen Ferrari-Doppelsieg. Jochen Rindt scheidet aus, begeisterte Fans reißen die Zäune nieder.

Zahlreiche Zuschauer am Österreichring bei Zeltweg, am 16. August 1970. Vor rund 100.000 Zuschauern gibt es durch Jacky Ickx vor Clay Regazzoni beim 8. GP von Österreich einen Ferrari-Doppelsieg. Jochen Rindt scheidet aus, begeisterte Fans reißen die Zäune nieder. © Bild: APA / MOTORSPORTARCHIV.AT

21. September 1997: Bergers letztes Heimrennen

Die Formel 1 kehrt nach zehn Jahren auf den umgebauten A1-Ring nach Spielberg zurück. Die Strecke ist deutlich langsamer, aber auch sicherer geworden. Der spätere Weltmeister Jacques Villeneuve triumphiert im Williams. Berger ist es auch in seinem letzten Heimrennen nicht vergönnt, in die Punkte zu fahren. Der Tiroler wird nach einer wahren Pannenserie im Benetton Zehnter.

12. Mai 2002: Ferrari-Skandal

Ein Rennen, das die Formel 1 verändert. Ferrari-Pilot Rubens Barrichello dominiert, muss auf Anweisung seines Teams aber unmittelbar vor der Ziellinie Michael Schumacher passieren lassen. Der deutsche Weltmeister überlässt Barrichello angesichts eines gellenden Pfeifkonzertes das oberste Podest. Fans verbrennen Ferrari-Fahnen, das Team wird mit einer Million Dollar Geldstrafe belegt. Stallorder werden in der Formel 1 offiziell verboten.

22. Juni 2014: Das Comeback

Elf Jahre nach dem Abschied 2003 kehrt die Königsklasse in die Steiermark zurück. Die Strecke ist der alten sehr ähnlich, verfügt dank Millioneninvestitionen des neuen Eigentümers Red Bull aber über eine deutlich bessere Infrastruktur. Der Red Bull Ring ist bereits im Mai 2011 eröffnet worden, bis zuletzt wurde aber an Details gearbeitet. Vertraglich steht das Rennen bis 2020 im Kalender.

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