1/7
 

Sieht so das Formel 1-Auto der Zukunft aus?

Geschlossene Cockpits und cooles Design – Wunschtraum oder realisierbar?

05.07.2015 Online Redaktion

Geschlossene Cockpits sind in der Formel 1 immer wieder ein Thema. Insbesondere nach dem Horror-Crash von Marussia-Pilot Jules Bianchi im vergangenen Oktober flammte die Debatte wieder auf. Bianchi war am 5. Oktober 2014 beim Grand Prix von Japan auf regennasser Fahrbahn gegen einen Bergungskran gekracht und hatte sich dabei schwerste Kopfverletzungen zugezogen, in Folge derer der junge Franzose noch immer im Koma liegt. Auch beim Österreich-Grand Prix vor 2 Wochen war Ferrari-Pilot Kimi Räikkönens Kopf nur mit Glück einem schweren Unfall entgangen: Nach einem Crash verfehlte Fernando Alonsos McLaren Räikkönens Kopf nur um wenige Zentimeter.

Cooles Design UND geschlossene Cockpits – Wunschtraum oder realisierbar?

Geschlossene Cockpits könnten die Sicherheit der Piloten drastisch erhöhen. Beschlossene Sache sind sie aber noch lange nicht. Prototypen sind noch nicht ausgereift und zu wenig erprobt, noch nicht nicht klar, welche etwaigen negativen Folgen Cockpithauben mit sich bringen könnten. 2013 befand die Formel 1-Strategiegruppe geschlossene Cockpits zudem für hässlich. Diesem Argument könnten böse Zungen entgegen halten, dass auch die aktuellen Boliden mit ihren offenen Cockpits keine ausnehmende Augenweide sind. Nichtsdestotrotz sollte man die Hoffnung nicht aufgeben, dass die Königsklasse des Motorsports sich wieder zum Besseren wendet – und nach diversen Neuerungen auch die Autos wieder gut aussehen. Dass diese Hoffnung geschlossene Cockpits nicht ausschließt, zeigen die Entwürfe des niederländischen Designers Andries van Overbeeke, dessen Konzept für den McLaren des Jahres 2019 zwar extrem futuristisch, aber nicht schlecht aussieht. In der oben stehenden Galerie könnt ihr van Overbeekes Zukunfts-McLaren aus allen Perspektiven bewundern.

future 4
© Bild: Andries van Overbeeke

Für die Fans der alten Schule hat van Overbeeke auch ein Retro-Future-Design auf Lager.

future 6
© Bild: Andries van Overbeeke

Mehr zum Thema
  • EinfachIch

    Die Formel-1 ist tot! Und sie wird nicht wieder belebt mit solchen Fahrzeugen! Man hat – bewußt oder unbewußt – das Konzept verraten und verkauft! Das geschlossene Cockpit wird sicher wieder abgeschafft, so bald das 1. Auto am Kopf liegt und der Fahrer nicht rauskriechen kann. Ich schließe mich zudem Gerhard an: weg mit dem ganzen elektronischen Krimskrams und auch mit dem Boxenfunk! Das ist ja wirklich kurios: die angeblich so fitten Bubis brauchen heute nimmer kuppeln, haben Servolenkung und lehnen das Kopferl an der Seite an. Die reifen hört man quietschen, wenn sie wegfahren, weil die Autos so leise sind. Wenn einer hinten nach fährt, dann gilt der Sozialismus: das darf nicht sein! Der muss nach vorne kommen dürfen (DRS) und der vorne soll gefälligsts …gehen.Und dann werden die XBOX-Bubis als „Helden“ gefeiert – und sind ganz erschöpft!
    Früher? Fuß- und Handarbeit vom Schwersten, kein Servo, wenig bis keine Information aus der Box, Lärm bis zum Abwinken, das Wittern von Überholmöglichkeiten auch auf langen Geraden – und dann fragt man sich, weshalb die F1 heute nur Gähnen erzeugt.
    Man braucht auch nur die Kommentatoren im ORF ansehen: eine dummschwätzende Riege, die sich freut, dass sie zwar nicht richtig deutsch aber dafür mangelhaft englisch sprechen kann. Da kommt beim Zuhören auch keine Begeisterung auf. Bloß Herr A. Wurz ist da ein Rausreißer: der weiß wenigstens wovon er spricht!

    • Marcus Lang

      Im Gegensatz zu Ihrem Auto haben die Jungs in den F1 Boliden nicht einmal ABS!! Das muss man sich vorstellen! Bei jeder einzelnen Kurve müssen die die Haftgrenze aufs Prozent genau erspüren: zu vorsichtig->Zeitverlust; zu stark gebremst->Abflug oder Reifen beschädigt!
      Die Bewältigung so eines Rennens ist wahnsinnig brutal anstrengend. Allein was die Nackenmuskulatur aushalten muss bei >1g Querbeschleunigung in fast jeder Kurve. Sie haben schon recht, in der Wahrnehmung der Fans waren einige der letzten Reglementänderungen ein Nachteil. Aber dass die nur noch Knopferl drücken, das ist so weit weg von der Realität, wie man nur sein kann!

    • EinfachIch

      Nun: ABS ist im Rennsport keine Option, weil im Rennsport degressiv gebremst wird!
      Zum Anderen: diese Probleme (Haftgrenze) hatten die Haudegen der früheren, nicht elektronischen F1 auch! Ebenso die der Querbeschleunigung, die einst noch viel höher als heute lag. Bedenken Sie bitte, dass es einst Wing-Cars nach dem Muster des Chaparrel 2J gab! Da gab es Berichte, demnach kam es vereinzelt sogar zu kurzfristigen Blackouts aufgrund der hohen g-Belastung.
      Bloß, dass damals der Fahrer oftmals nur mit einer Hand lenkte und mit der anderen schalten mußte. Und eben über keine Servo-Unterstützung verfügte!
      Demgegenüber ist das Problem der heutigen Knaben, dass sie am Lenkrad Knopferl drücken, Potentiometer drehen und mit der Box plaudern. Manchmal auch etwas weinerlich, wenn sie grad einer nicht überholen läßt…

    • Marcus Lang

      Also wenn Sie in einem guten F1 Simulator alle Fahrhilfen ausschalten, dann kommen Sie nicht weit – und das noch ohne die g-Belastung. Sie können davon ausgehen, dass die Jungs an die Grenze gehen – an die Grenze der Konzentrationsfähigkeit über 2 Stunden, gepaart mit der physischen Belastung. Damals, als Fahrer zeitweise das Bewusstsein verloren haben, war es mit der Konzentration in diesen Fahrpassagen vermutlich Essig. Zusätzlich zu all dem anderen müssen sich die Fahrer jetzt um den Bordcomputer und den Boxenfunk kümmern. Das Einzige, was vermutlich hilft, sind die Schaltpaddles in den Kurven, wodurch eben beide Hände am Lenkrad bleiben können. Bei höherer Geschwindigkeit braucht die Servo eh‘ niemand.

  • Gerhard

    Ja, ja, ja – und weg mit dem ganzen grauslichen Aerodynamic Mist!

    • Gerhard

      hab noch vergessen:
      weg auch mit den computergesteuerten Klick Klack Playstation Schaltpadels! Handschaltung und damit die Möglichkeit, sich im Zweikampf auch mal ordentlich zu verschalten

pixel