Sebastian Vettel und Michael Schumacher
In der Saison 2004 konnte Schumacher siebenmal in Serie gewinnen
 

Rekorde-Vergleich: Vettel – Schuhmacher

Der Grand Prix der USA steht vor der Tür und Sebastian Vettel jagt zum nächsten Rekord. Mit einem Sieg in Austin wäre die Bestmarke von Schumacher gebrochen.

14.11.2013 APA

Der jüngste Vierfach-Weltmeister der Formel-1-Geschichte ist der letzte Clou von Sebastian Vettel, in Austin kann sich der Red-Bull-Pilot den nächsten Rekord sichern. Ausgerechnet sein Landsmann Michael Schumacher muss nun um seine Bestmarke von 7 Siegen in Serie bangen. „Wir wollen wieder aufs Podium“, sagte Vettel vor dem vorletzten Saisonlauf zur Formel-1-WM.

Schumacher-Rekord von 2004

Schumacher siegte 2004 siebenmal in Serie und triumphierte in diesem Jahr insgesamt 13-mal, was bisher unerreicht ist. Wenn Vettel am Sonntag Erster wird, führt er die Rangliste mit acht Erfolgen hintereinander alleine an. Zudem kann der Red-Bull-Pilot dann eine Woche später in Sao Paulo auch Schumachers stolzen Spitzenwert bei den Saisonsiegen insgesamt einstellen. Vettel hat elf von bisher 17 absolvierten Rennen gewonnen.

Vettel hat kein Interesse an Statistiken und Rekorden

Vettel versicherte indes wie einst Schumacher, dass ihn derartige Statistiken und Rekorde nicht interessieren würden. „Vielleicht, wenn ich alt bin und einen Bauch habe“, sagte er vor kurzem lachend. Unmittelbar nach seinem Champions-Coup in Indien hatte der Deutsche erklärt: „Vier Titel zu gewinnen, ist einfach eine große Nummer. Ich bin viel zu jung, um zu verstehen, was das bedeutet. Vielleicht in zehn Jahren.“ Dementsprechend geht er auch in das kommende Rennwochenende, ohne viele Gedanken an die mögliche neue Bestmarke zu verschwenden: „Es wäre schön, aber das ist nicht der Grund, warum ich ins Auto steige“, versicherte Vettel am Donnerstag in Austin. Ganz auf die leichte Schulter nimmt der neue alte Weltmeister seine jüngsten Erfolg aber nicht:  „Heute Morgen habe ich gedacht, es ist schon verrückt, so oft hintereinander zu gewinnen“, gestand Vettel. „Das ist schon unglaublich.“

Auch 9 Siege in Folge denkbar

Vettel hat seit der Sommerpause immer triumphiert. Der vierfache Champion könnte mit zwei Erfolgen in den beiden abschließenden Rennen in Austin und eine Woche später in Sao Paulo sogar einen Uralt-Rekord einstellen.

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Der Rekord von Alberto Ascari

Dem Italiener Alberto Ascari gelangen vor 60 Jahren bei neun Rennteilnamen neun Siege hintereinander – allerdings verteilt auf zwei Saisonen: 1952 überquerte der Ferrari-Pilot sechsmal in Folge als Erster die Ziellinie. 1953 gelang dies noch drei weitere Male. Unterbrochen wurde die Serie aber vom als WM-Lauf gewerteten Indy 500, an dem Ascari wie alle anderen Europäer nicht teilgenommen hatte.

Fahrer // Saisonsiege in Serie // Jahr

Michael Schumacher (GER) 7 2004

Sebastian Vettel (GER) 7 2013

Alberto Ascari (ITA) 6 1952

Jack Brabham (AUS) 5 1960

Jim Clark (GBR) 5 1965

Nigel Mansell (GBR) 5 1992

Michael Schumacher (GER) 5 2004

Mateschitz beeindruckt

Statt schon jetzt ständig über seine Titel und Triumphe zu sinnieren, konzentriert sich Vettel lieber aufs Fahren und den nächsten Grand Prix. „Mir fehlt es nicht an Motivation“, betonte er. „Ich weiß, wie schwer es ist, in jedem Rennen meine Leistung abzuliefern.“ Vettels Fähigkeit, sich voll auf die Formel 1 zu fokussieren, beeindruckt auch Teambesitzer Dietrich Mateschitz. „Was mich am meisten fasziniert, ist Sebastians unglaubliche Konstanz. Und wie er immer das Maximum abrufen kann“, sagte der Österreicher im Interview mit „Motorsport aktuell“.

Herausfordernde Strecke

Vettel fiebert dem erst zweiten Rennen auf dem „Circuit of the Americas“ entgegen. „Die ganze Stadt hat den Grand Prix gelebt. Du konntest den Vibe dort fühlen“, schwärmte der 26-Jährige von der tollen Stimmung bei der Premiere im Vorjahr. „Wir freuen uns. Die Strecke ist eine Herausforderung.“

Grafik der Rennstrecke des Formel 1 Grand Prix in Austin

0,675 Sekunden

Zudem will Vettel seine hauchdünne Niederlage von 2013 wettmachen. Damals schlug ihn der Brite Lewis Hamilton im McLaren nach 56 Runden auf dem 5,513 Kilometer langen Kurs um 0,675 Sekunden. Die schnellste Rennrunde war für Vettel nur ein schwacher Trost, zumal er damals nach dem US-Lauf im Titelrennen nur 13 Punkte vor Fernando Alonso lag und erst danach in Brasilien seinen WM-Hattrick fixierte.

Konkurrenten mit Problemen

Diesmal ist die WM entschieden und Vettel (347) führt mit 130 Zählern Vorsprung vor dem Gesamtzweiten Alonso (217). Da der spanische Ferrari-Widersacher wegen seiner Rückenprobleme nicht völlig fit sein dürfte und der WM-Dritte Kimi Räikkönen (FIN) wegen einer Rückenoperation nicht mehr für Lotus fährt, schrumpft der Kreis der ernsthaften Konkurrenten auf ein Minimum. Die größte Gefahr droht vom Mercedes-Duo Hamilton und Nico Rosberg (GER). Vettels Teamkollege Mark Webber (AUS) hat heuer noch kein Rennen gewonnen.

 

GP USA Sonntag 20.00 Uhr MEZ / ORF1, RTL und Sky

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