Das Centre Hospitalier Universitaire von außen
Schumacher liegt nach der Notoperation im Koma.
 

Schumacher Unfall: Das ist passiert

Der deutsche Formel-1-Star war beim Skifahren mit dem Kopf gegen einen Felsen geprallt, trotz Helm hat er schwere Kopfverletzungen erlitten.

31.12.2013 APA

Wir berichten hier live: Alle aktuellen Informationen zum Gesundheitszustand Schumachers aus Grenoble.

Hier die ersten Details zum Unfallhergang am 29. Dezember 2013

11:31 ++ 31.12.2013 ++ Pressekonferenz

Michael Schumachers Zustand hat sich über Nacht leicht gebessert. Gegen 22 Uhr wurde ein weiterer, jedoch kleiner Eingriff vorgenommen. Der Schädeldruck wurde abgebaut, ein Hämatom entfernt. Innerhalb von 24 Stunden habe sich der Zustand etwas stabilisiert und verbessert, ist aber dennoch kritisch.
Die Ärzte sind überrascht über die „rasche positive Entwicklung“, schließen aber jede Prognose die in die Zukunft reicht aus. Unter neurologischen Gesichtspunkten könne man bis auf weiters noch nicht sagen ob Schumacher Folgeschäden haben wird.
Die Ärzte betonen immer wieder, dass sich Schumacher in einem sehr kritischen Zustand befindet und sich trotz des bisherigen positiven Verlaufs sein Zustand jederzeit ändern kann.
„Die nächsten Stunden werden entscheidend sein“, so einer der behandelnden Ärzte. Auf die Frage ob Schumacher eine besondere Behandlung im Krankenhaus in Grenoble genießt, versichern die Ärzte, dass alle Patienten mit selber Aufmerksamkeit und Sorgfalt umsorgt werden. Der einzige Unterschied zu „normalen“ Patienten bestehe in der Aufmerksamkeit der Presse.

Der deutsche Formel-1-Star Michael Schumacher befindet sich nach einem Skiunfall mit einem schweren Schädel-Hirn-Trauma in einem Krankenhaus in Grenoble. Der Zustand des 44-jährigen Deutschen sei kritisch, bestätigten die behandelnden Ärzte nach einer Notoperation. Schumacher liegt im Koma. Sein Zustand habe sich im Lauf des Tages verschlechtert.

2. Pressekonferenz am 31. Dezember, 11:00

2. Pressekonferenz am 31. Dezember, 11:00

Mit dem Kopf gegen einen Felsen geprallt

Michael Schumacher hat unmittelbar vor seinem schweren Skiunfall einem auf der Piste gestürzten Freund geholfen. Anschließend sei Schumacher in den Tiefschneebereich zwischen zwei Pisten gefahren, berichtete seine Managerin Sabine Kehm am Dienstag in Grenoble unter Hinweis auf Schilderungen von Begleitern.

Dort sei der 44-Jährige beim Ansatz zu einer Kurve gegen eine Felsen gefahren und in die Luft geschleudert worden. Kopfüber sei er dann auf einen Felsen gestürzt, sagte Kehm vor Journalisten.

Damit wurden erstmals Details des Unfalls bekannt, der sich am Sonntagvormittag in Meribel ereignet hatte. Schumacher war demzufolge nicht mit Höchstgeschwindigkeit unterwegs. Dennoch schlug sein Kopf offensichtlich heftig auf. Medienberichten zufolge zersprang dabei sein Helm. Eine Bestätigung dafür gab es in Grenoble aber nicht.

22:00 ++ 30.12.2013 ++ Zweite Operation – Hämatom entfernt

Der Innendruck in Schumachers Schädel konnte durch den Eingriff gegen 22.00 Uhr am Montagabend aber gemindert werden. Dass Schumachers Zustand sich so entwickelt hatte, dass die Operation möglich wurde, hatte die Ärzte nach eigener Aussage selbst überrascht. Es hatte ein Überdruck im Schädel vorgelegen, der größte Besorgnis ausgelöst hatte, erklärte Payen.

Ein Scan habe aber gezeigt, dass ein Eingriff möglich sei. Nach Absprache mit den behandelnden Ärzten und der Familie von Schumacher – neben Frau Corinna mit den beiden Kindern sind auch Bruder Ralf und Vater Rolf vor Ort – nahmen die Mediziner diesen umgehend vor. Dabei wurde ein Bluterguss in der linken Hirnseite entfernt.

++ 29.12.2013 ++ Notoperation war notwendig

„Bei seiner Ankunft laborierte er an einem schweren Schädel-Hirn-Trauma mit Koma, das einen sofortigen neurochirurgischen Eingriff notwendig gemacht hat“, gab die Universitätsklinik von Grenoble am späten Sonntagabend bekannt. Auch Schumachers Pariser Vertrauensarzt Gerard Saillant wurde beigezogen. Der frühere Unfallchirurg, der Schumacher nach seinem schwersten F1-Crash 1999 in Silverstone operiert hat, ist inzwischen auf Neurologie spezialisiert.

Dramatischer Tagesverlauf

Nach stundenlangem Bangen um den Gesundheitszustand der Rennsportlegende nahm die Sorge am Abend dramatische Züge an. Der französische TV-Sender BFMTV berichtete, dass Schumacher auch eine Hirnblutung erlitten hatte. Unmittelbar nach seinem Sturz soll der Ex-Pilot dagegen noch ansprechbar und bei Bewusstsein gewesen sein. Die Ersthelfer waren in wenigen Minuten an der Unfallstelle eingetroffen.

Fans vor dem Krankenhaus

Vor dem Krankenhaus in Grenoble wurden Absperrungen errichtet. Noch am Abend versammelten sich davor zahlreiche Formel-1-Fans mit Ferrari-Emblemen. Seine größten Erfolge hatte Schumacher für das italienische Traditionsteam gefeiert. „Ich bete für dich, mein Bruder“, twitterte Schumachers früherer Ferrari-Teamkollege Felipe Massa.

Schon öfter Unfälle in der Freizeit

Schumacher ist mit sieben WM-Titeln und 91 GP-Siegen der erfolgreichste Rennfahrer der Geschichte. Nach einem dreijährigen Comeback bei Mercedes hat er seine Karriere im Vorjahr endgültig beendet. Der Unfall in den Bergen ist nicht der erste, den Schumacher bei einer Freizeitaktivität hinter sich hat. 2009 zog er sich bei einem Motorradsturz in Spanien unter anderem Brüche im Bereich der Schädelbasis und der Halswirbelsäule zu.

Nicht alleine unterwegs

Privat lebt Schumacher mit seiner Frau und seinen Kindern in der Schweiz. Sein 14-jähriger Sohn Mick soll ihn laut französischen Medienberichten beim Skifahren begleitet haben. Schumachers Managerin Sabine Kehm bestätigte lediglich, dass der Rekordweltmeister bei seinem Unfall nicht alleine unterwegs war. Andere Personen seien allerdings nicht zu Schaden gekommen.

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  • Hüseyin Pak

    Ich bin so traurig, als ich das von Michael gehört habe ! Michael, du hat so viele Schicksale und Unfälle überlebt, das schafst du schon, du bist eine Kämpfernatur !!! Wir denken an dich! LG. Hüseyin und Niki aus Oberndorf bei Salzburg

  • Karl aus Wörgl in Tirol

    Michael ich bin der festen Überzeugung du gewinnst das schwerste Rennen in deinem Leben! Seid alle stark, wir drücken beide Daumen! Deine Familie braucht dich!!!!!
    Ganz liebe Grüße von Karl aus Wörgl.

  • erika

    Tief betroffen wuenscht unsere familie umserem „schumi“ alles erdenklich gute.

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