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Schumacher Skiunfall: erste Details zum Unfallhergang

Schumacher Managerin Sabine Kehm: 44-Jähriger ist beim Ansatz zu einer Kurve gegen einen Felsen gefahren und in die Luft geschleudert worden.

31.12.2013 APA

Schumacher kopfüber auf einen Felsen gestürzt

Michael Schumacher hat unmittelbar vor seinem schweren Skiunfall einem auf der Piste gestürzten Freund geholfen. Anschließend sei Schumacher in den Tiefschneebereich zwischen zwei Pisten gefahren, berichtete seine Managerin Sabine Kehm am Dienstag in Grenoble unter Hinweis auf Schilderungen von Begleitern.

Dort sei der 44-Jährige beim Ansatz zu einer Kurve gegen einen Felsen gefahren und in die Luft geschleudert worden. Kopfüber sei er dann auf einen Felsen gestürzt, sagte Kehm vor Journalisten.

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Beim Unfall zersprang der Helm

Damit wurden erstmals Details des Unfalls bekannt, der sich am Sonntagvormittag in Meribel ereignet hatte. Schumacher war demzufolge nicht mit Höchstgeschwindigkeit unterwegs. Dennoch schlug sein Kopf offensichtlich heftig auf. Medienberichten zufolge zersprang dabei sein Helm. Eine Bestätigung dafür gab es in Grenoble aber nicht.

Medizinische Folgen eines schweren Schädelhirntraumas

Nachdem sich das Gehirn in einem starren Behälter befindet, hat es im Fall einer Schädigung keine Ausweichmöglichkeiten wie andere Organe. Der daraus folgende steigende Hirndruck ist die größte Problematik dieser Verletzungen, so Thomas Czech, stellvertretender Vorstand der Universitätsklinik für Neurochirurgie der MedUni Wien, der im APA-Gespräch die Folgen eines Schädelhirntraumas beschreibt.

Weltweit große Anteilnahme

Die Anteilnahme für Schumacher riss unterdessen nicht ab. Auch der ehemalige US-Präsident Bill Clinton ist mit seinen Gedanken bei ihm. „Denke heute an Michael Schumacher und bin dankbar, für alles, was er für die Clinton Foundation und andere gemacht hat“, schrieb Clinton beim Kurznachrichtendienst Twitter. „Ich bete für ihn und seine Familie.“ Der spanische Fußball-Nationalspieler Cesc Fabregas vom FC Barcelona twitterte: „Alle Kraft für #MichaelSchumacher, wir sind alle bei Dir“.

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