Pressekonferenz zum Unfallhergang Schumachers
Die Pressekonferenz vom 8. Jänner 2014.
 

Schumacher: Die Pressekonferenzen in Grenoble

Die Pressekonferenzen zum Gesundheitszustand Schumachers im Rückblick.

14.02.2014 APA

Die Pressekonferenz vom 30.12.2013

Schumacher hat mehrere schwere Blutungen und Schwellungen im Kopfbereich, so die Ärzte bei einer ersten Pressekonferenz am Montag (30.12.2013). Nach den Untersuchungen wurde festgestellt, dass beide Seiten des Hirns Verletzungen davon getragen haben. „Schumacher ist in einem künstlichen Koma, in einem hypothermischen Zustand, dadurch wird versucht den Schädelinnendruck zu verringern. Seine Situation ist als kritisch einzustufen.“, sagte der Chef-Anästhesist Jean-Francois Payen. Man könne über seine Überlebenschancen nichts sagen, teilten die Ärzte mit. Eine weitere Operation sei zunächst nicht vorgesehen. Genauere Prognosen sind zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht möglich.

Bisher nur eine Operation

Entgegen anderer Pressemeldungen ist Schumacher bisher nur einmal operiert worden. “Aus Respekt gegenüber der Familie werden wir keine anatomischen Einzelheiten nennen”, sagte einer der Ärzte am Montag auf der Pressekonferenz in Grenoble. Weitere Informationen werde das Krankenhaus “je nach Entwicklung” des Zustands Schumachers geben.

Die Pressekonferenz vom 31.12.2013

Zweiter Eingriff in der Nacht

Michael Schumachers Zustand hat sich über Nacht leicht gebessert. Gegen 22 Uhr wurde ein weiterer, jedoch kleiner Eingriff vorgenommen. Der Schädeldruck wurde abgebaut, ein Hämatom entfernt. Innerhalb von 24 Stunden habe sich der Zustand etwas stabilisiert und verbessert, ist aber dennoch kritisch.
Die Ärzte sind überrascht über die “rasche positive Entwicklung”, schließen aber jede Prognose die in die Zukunft reicht aus. Unter neurologischen Gesichtspunkten könne man bis auf weiters noch nicht sagen ob Schumacher Folgeschäden haben wird.
Die Ärzte betonen immer wieder, dass sich Schumacher in einem sehr kritischen Zustand befindet und sich trotz des bisherigen positiven Verlaufs sein Zustand jederzeit ändern kann.
“Die nächsten Stunden werden entscheidend sein”, so einer der behandelnden Ärzte. Auf die Frage ob Schumacher eine besondere Behandlung im Krankenhaus in Grenoble genießt, versichern die Ärzte, dass alle Patienten mit selber Aufmerksamkeit und Sorgfalt umsorgt werden. Der einzige Unterschied zu “normalen” Patienten bestehe in der Aufmerksamkeit der Presse.

Pressekonferenz der Ermittler zum Skiunfall geplant

Die Ermittlungsbehörden wollen sich am Mittwoch bei einer Pressekonferenz zu dem Skiunfall von Michael Schumacher äußern. Das kündigte Staatsanwalt Patrick Quincy von Albertville am Sonntag an. Das genaue Datum solle in den nächsten 24 Stunden bekannt gegeben werden. Quincy bat darum, bis dahin “keine falschen Informationen über Aussagen von mir oder die Ermittlungen zu verbreiten”.
Formel-1-Rekordweltmeister Schumacher hatte sich bei einem Sturz am 29. Dezember im Skigebiet von Meribel schwere Kopfverletzungen zugezogen, er liegt in der Klinik in Grenoble im künstlichen Koma. Sein Zustand blieb auch am Wochenende zunächst kritisch, aber stabil.

Keine weitere Pressekonferenz zu Schumachers Gesundheitszustand

Schumachers Managerin Sabine Kehm teilte am Montagnachmittag (6.1.2014) mit: “Die Privatsphäre des Patienten verlangt, Details seiner Behandlung nicht zu nennen. Aus diesem Grund planen wir zunächst keine weitere Pressekonferenz oder schriftliche Pressemitteilung.” Die Mediziner und Kehm baten eindringlich, “das Arztgeheimnis zu respektieren und sich ausschließlich an die Informationen des zuständigen Ärzteteams oder Managements zu halten, die die einzigen gültigen Informationen sind”.

Fraglich ist, ob die Information zum schlechten Ergebnis des Hirnscans eine Inside-Information war, die den französischen Medien zugespielt wurde, oder ob es sich hierbei um eine Falschmeldung handelt.

Offiziell ist der Gesundheitszustand von Michael Schumacher auch mehr als eine Woche nach seinem schweren Skiunfall “kritisch”

In einer Presseerklärung hieß es, dass der Zustand des Formel-1-Rekordweltmeisters “als stabil angesehen und kontinuierlich beaufsichtigt” werde. “Das zuständige Ärzteteam unterstreicht jedoch, dass sie nicht aufhören werden, die Situation von Michael als kritisch zu betrachten”, hieß es weiter.

Die Pressekonferenz vom 8.1.2014

Heute (8.1.2014) um 11:00 Uhr wird die Staatsanwaltschaft zusammen mit der Polizei eine Pressekonferenz abhalten. Die französischen Ermittler werden erste Erkenntnisse zum schweren Skiunfall von Formel-1-Legende Michael Schumacher bekanntgeben.

Schumacher sei “gemächlich gefahren”

Die Staatsanwaltschaft hatte nach dem Skiunfall vor gut einer Woche wie üblich Ermittlungen zur Unfallursache eingeleitet. Klar ist bisher, dass der siebenfache Formel-1-Weltmeister außerhalb der Piste fuhr, dort stürzte und mit dem Kopf auf einen Felsen aufschlug. Laut Augenzeugen soll er “gemächlich gefahren” und mit einem Tempo von “maximal 20 Stundenkilometern” unterwegs gewesen sein.

Fragen zur Ursache des Unfalls

Ein Verschulden Dritter haben die Ermittler bereits weitestgehend ausgeschlossen. Geprüft wird aber, ob der Unglücksbereich zwischen zwei offiziellen Pisten ausreichend markiert war. Außerdem wurde in Medienberichten Schumachers Ski-Ausrüstung als ein möglicher Unfallgrund genannt. Von dem Unfall gibt es möglicherweise auch Videoaufnahmen; ob Schumachers Helmkamera Aufnahmen machte, die von den Ermittlern ausgewertet wird, ist noch unklar.

Video von der Pressekonferenz vom 30.12.2013

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