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Schumacher: Glückwünsche und Anteilnahme

Die Anteilnahme nach dem schweren Unfall von Michael Schumacher ist enorm. Ross Brawn, Jean Todt, Mika Häkkinen und viele mehr denken an Schumi.

14.02.2014 APA

Jean Todt und Ross Brawn in Grenoble eingetroffen

Die beiden langjährigen Wegbegleiter des schwer verletzten Formel-1-Rekordweltmeisters Michael Schumacher, Jean Todt und Ross Brawn, sollen Medienberichten zufolge in Grenoble eingetroffen sein. Unter anderem twitterte dies der Nachrichtensender Sky Sport News HD (30.12.2013). Mit beiden hatte Schumacher seine bisher unerreichten Erfolge bei Ferrari gefeiert. Todt, der mittlerweile Präsident des Internationalen Automobilverbandes ist, war damals Ferrari-Teamchef, Brawn das Technik-Genie. Zusammen waren sie die Garanten der fünf WM-Titel von Schumacher von 2000 bis 2004.

Auch Schumis langjähriger Arzt am Weg

Neben Todt und Brawn, der auch schon bei Schumachers beiden anderen WM-Triumphen 1995 und 1996 im Benetton dabei gewesen war, ist laut Berichten auch Schumachers deutscher Arzt Johannes Peil nach Grenoble gereist. Er ist der Leiter der Sportklinik in Bad Nauheim im deutschen Bundesland Hessen und betreut den 44 Jahre alten Rekordweltmeister mit seinem Team seit langer Zeit.

Oliver Panis wollte Schumacher besuchen

Auch der frühere französische Formel-1-Pilot Olivier Panis erschien vor dem Krankenhaus und sagte, er sei “beunruhigt” über den Gesundheitszustandes seines Freundes. Panis wohnt in Grenoble, wurde aber nicht auf die Station gelassen, um Schumacher zu besuchen. “Heute Abend kann man ihn nicht sehen”, sagte Panis einem lokalen Fernsehsender. “Ich bete für dich, mein Bruder”, twitterte Schumachers früherer Ferrari-Teamkollege Felipe Massa.

Familie fordert Privatsphäre und bedankt sich für Anteilnahme

Michael Schumachers Familie hat sich für die große Anteilnahme nach dem schweren Skiunfall des Formel-1-Rekordweltmeisters bedankt. “Wir möchten die Medien zudem bitten, unsere Privatsphäre und die unserer Freunde zu respektieren und bedanken uns für ihre Unterstützung”, hieß es in einer Mitteilung, die Managerin Sabine Kehm am Montag (30.12.2013) im Namen der Familie verbreitetet. Dank richtete die Familie auch an die Ärzte, die Schumachers schwere Kopfverletzungen in Grenoble behandeln. “Wir wissen, dass sie alles Mögliche tun, um Michael zu helfen.”

Die Anteilnahme für Michael Schumacher reißt nicht ab

Auch der ehemalige US-Präsident Bill Clinton ist mit seinen Gedanken bei dem Formel-1-Rekordweltmeister, der nach einem Sturz beim Skifahren in einem Krankenhaus um sein Leben kämpft. “Denke heute an Michael Schumacher und bin dankbar, für alles, was er für die Clinton Foundation und andere gemacht hat”, schrieb Clinton beim Kurznachrichtendienst Twitter (31.12.2013). “Ich bete für ihn und seine Familie.”

“Alle Kraft für #MichaelSchumacher, wir sind alle bei Dir”, twitterte etwa der spanische Fußball-Nationalspieler Cesc Fabregas vom FC Barcelona.

Ferrari-Fans wollen sich zu Ehren Schumachers versammeln

Zu Ehren ihres verunglückten Idols Michael Schumacher wollen sich zahlreiche Ferrari-Fans am Freitag vor dem Krankenhaus in Grenoble versammeln. Wie die Vereinigung der Ferrari-Fanclubs am Donnerstag (2.1.2014) mitteilte, wollen die Fans Schumacher “in diesen schwierigen Tagen und anlässlich seines Geburtstags” unterstützen. Geplant ist demnach eine stille und respektvolle Demonstration vor der Klinik.

Die Fans sind aufgerufen, in Rot, der Ferrari-Farbe, zu erscheinen und Fahnen mitzubringen. Wer Interesse habe, solle sich mit dem nächstgelegenen Club in Verbindung setzen, hieß es. Ferrari hat allein in Europa 130 Fanclubs. Nicht jeder ist begeistert von der Idee: Der Präsident des Ferrari-Clubs Roma-Colosseo sagte, aus Rücksicht auf einen “Menschen, der leidet”, werde er sich nicht daran beteiligen.

Indes bedankte sich Schumachers Familie noch einmal für die große Anteilnahme am Schicksal des schwer verunglückten Rekordweltmeisters. “Wir möchten an dieser Stelle ausdrücklich den Menschen aus der ganzen Welt danken, die uns nach Michaels Skiunfall ihre Sympathie geschenkt und uns ihre besten Genesungswünsche geschickt haben. Das ist für uns eine tolle Unterstützung”, hieß es am Donnerstag auf der Homepage des Deutschen. “Wir wissen alle, Michael ist ein Kämpfer und wird nicht aufgeben. Danke sehr”, war weiter zu lesen.

Mika Häkkinen schrieb Brief an Schumacher

Einer, der weiß wie es Schumacher in der aktuellen Situation geht, ist Mika Häkkinen. Der ehemalige Formel-1-Pilot hatte selbst schon nach einem schweren Rennunfall mit Kopfverletzungen einige Tage im Koma gelegen. “Wie du weißt, hatte ich in der Vergangenheit selbst eine schlimme Kopfverletzung. Doch ich habe überlebt”, schrieb Häkkinen in einem Brief an Schumacher via Mail. “Bitte tu mir nur einen Gefallen: Versuche ein einziges Mal nicht, die Zeit zu schlagen.”

Häkkinen ist der Meinung, dass die Menschen nach Schumachers Unfall dessen “andere Seite” spüren. Im Rennwagen müsse man hart sein. Schumacher sei aber ein sehr emotionaler, “sehr, sehr sensibler Mensch”, sagte der Finne, der 1998 und 1999 im WM-Kampf auch gegen Schumacher den Titel gewonnen hatte, in einem Interview der “Bild am Sonntag” (5.1.2014). “Darum habe ich auch immer so viel Respekt vor ihm gehabt und darum sind die Menschen jetzt so betroffen.”

Botschaft an Michael Schumacher bei Köln-Spiel

Der 1. FC Köln will zusammen mit dem offiziellen Michael-Schumacher-Fanclub vor einem Testspiel am Samstag (18.1.2014) gegen Schalke 04 eine Botschaft an den verunglückten Formel-1-Rekordweltmeister richten. Vor der Partie werden beide Mannschaften ein großes Transparent mit Grüßen an den nach einem Skiunfall in Frankreich im Koma liegenden Schumacher präsentieren, gaben die Kölner am Mittwoch (15.1.2014) bekannt.

Schumacher seit Jahren Mitglied beim 1. FC Köln

Schumacher ist seit vielen Jahren Mitglied beim Club, der seit Sommer vom Österreicher Peter Stöger betreut wird. Unter dem Wiener überwintern die Kölner in der zweiten deutschen Fußball-Bundesliga als Tabellenführer. Das Team von Innenverteidiger Kevin Wimmer befindet sich klar auf Aufstiegskurs. Bei Gegner Schalke 04 ist mit ÖFB-Teamkapitän Christian Fuchs ein weiterer Österreicher engagiert.

“Uns war wichtig, dass wir eine Form finden, mit der nicht nur der FC, sondern Fußball- und Formel-1-Fans der ganzen Region gemeinsam der Familie Schumacher noch einmal zeigen können, wie nah uns sein Unfall geht”, erklärte Kölns Vereinspräsident Werner Spinner die Aktion.

Schumachers Zustand weiter kritisch – Genesungswünsche von Ferrari

Auch bei Schumachers einstigem Rennstall Ferrari gelten die Gedanken dem Deutschen. “Jeder bei Ferrari verfolgt deine Situation, genauso wie sie es von der Boxengasse aus bei so vielen Grand Prix gemacht haben, die Du für uns gewonnen hast”, wurde Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo auf der Team-Homepage zitiert. “Und ich bin mir auch sicher, dass Du diesen sehr wichtigen Kampf gewinnen wirst.”

Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumachers bleibt mehr als zwei Wochen nach seinem Skiunfall weiter im künstlichen Koma. Der Zustand des 45-Jährigen hat sich laut seiner Managerin Sabine Kehm stabilisiert. Seitens der Ärzte gibt es seit zehn Tagen kein offizielles Statement (Stand: 16.1.2014). Schumacher war nach einem Sturz auf einem angeblich nicht markierten Hang im französischen Wintersportort Méribel gegen einen Felsen geprallt.

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