Das sind sie: ALLE Fakten zu Schumachers Unfall und Zustand. © Bild: PORNCHAI KITTIWONGSAKUL/AFP/Getty Images
 

Die einzigen 3 offiziellen Fakten zu Schumachers Unfall und Zustand

Unter den zahlreichen Spekulationen und Falschmeldungen in allen Farben des Regenbogens fällt es schwer, den Überblick darüber zu behalten, was eigentlich wirklich passiert ist. Für all jene, die es immer noch nicht wissen: Hier eine kurze Zusammenfassung. Und nein, es gibt nichts Neues. Schon seit 11 Wochen nicht.

13.03.2014 Online Redaktion

Die Medien lieben Michael Schumacher – auch, wenn es seit Wochen nur wenig offizielle Statements zum Gesundheitszustand des Formel 1- Rekordweltmeisters gibt, finden sich fast täglich neue Meldungen im Internet und in diversen Zeitungen und Magazinen. Der von der von der Familie erbotene Respekt bleibt dabei oft aus. Dafür, dass der beim Schifahren Verunglückte seit nunmehr über 70 Tagen im Koma liegt, hat er diversen Medien zufolge schon einiges erlebt: Anfang Februar laut Twitter-Meldung verstorben, ist er, passend zur Osterzeit, auch gleich wieder auferstanden, war in und außer Lebensgefahr, erkrankte an einer Lungenentzüngung und dann doch nicht, und hat sich noch dazu mal eben unbemerkt aus der Grenobler Uniklinik geschlichen. Das seit Wochen einzige Statement von Schumachers Familie und seiner Managerin Sabine Kehm, das seit 19. Februar den gesamten Inhalt der offiziellen Homepage Schumachers ausmacht, kann doch nicht wirklich alles sein. Oder etwa doch?

„Wir sind sehr gerührt darüber, dass uns täglich Genesungswünsche für Michael aus der ganzen Welt erreichen. Diese unglaubliche Unterstützung gibt uns und ihm viel Kraft. Vielen Dank euch allen! Wir wissen alle: Michael ist ein Kämpfer und wird nicht aufgeben!“

So lautet die letzte offizielle Meldung aus Schumachers Umfeld. Davor wurde mehrmals um Wahrung der Privatsphäre Schumachers und dessen Familie gebeten. Die Berichte über Corinnas „Traurigsten Geburtstag“ am vergangenen Sonntag waren dabei nur kleine Ausrutscher, durchaus verzeihbar angesichts der Brisanz dessen, dass die Frau eines Komapatienten soeben 45 Jahre alt wurde.

Unter den zahlreichen Spekulationen und Falschmeldungen in allen Farben des Regenbogens fällt es schwer, den Überblick darüber zu behalten, was eigentlich wirklich passiert ist. Für all jene, die es immer noch nicht wissen: Hier die 3 offiziell bekannten Fakten. Und nein, es gibt nichts Neues. Schon seit 11 Wochen nicht.

Fakt 1: Unfall am 29. Dezember

Am 29. Dezember stürzte Michael Schumacher beim Skifahren in Frankreich/Meribel mit dem Kopf auf einen Felsen und erlitt dabei ein schweres Schädel-Hirn-Trauma. In den ersten 48 Stunden nach dem Unfall wurde er zweimal am Kopf operiert. Seither liegt er im Universitätskrankenhaus von Grenoble im künstlichen Tiefschlaf.

Fakt 2: Ermittlungen Mitte Februar abgeschlossen

Am 17. Februar waren die Ermittlungen der französischen Behörden zum Unfallhergang abgeschlossen. Laut Staatsanwaltschaft gab es keine Hinweise auf Fremdverschulden, die Markierungen und Ausschilderungen der Piste in Méribel seien “den französischen Vorschriften entsprechend” gewesen. Bereits Anfang Jänner wurde nach vorläufigen Erkenntnissen mitgeteilt, dass Schumacher selbst wohl nicht zu schnell gefahren sei und “absichtlich” die markierte Piste verlassen habe. Auch die geliehenen Skier von Schumacher seien “in perfektem Zustand” gewesen.

Fakt 3: Aufwachphase Ende Jänner eingeleitet

Ende Jänner hatten die Ärzte damit begonnen, die Narkosemittel für den 45-jährigen Deutschen zu reduzieren und die Aufwachphase einzuleiten. Schumachers Managerin hatte darauf hingewiesen, dass die Aufwachphase länger dauern könnte. “Jegliche medizinische Information, die nicht von den behandelnden Ärzten oder Michaels Management bestätigt wird, muss als nicht valide angesehen werden.“ Und eine solche Information hat es seither nicht gegeben.

 

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