Presse vor dem Krankenhaus in Grenoble
Etliche Falschmeldungen waren eine negative Begleiterscheinung.
 

Schumacher: Die Chronik

Von falschen Priestern und dem starken Anstieg der Skihelmverkäufe nach dem Schumacher-Unfall.

14.02.2014 APA

Falscher Priester vor Krankenstation abgefangen

Vor der Krankenstation des verunglückten ehemaligen Formel-1-Weltmeisters Michael Schumacher ist ein falscher Priester abgefangen worden. Sicherheitskräfte hätten den verkleideten Journalisten aufgehalten, berichtete Schumachers Managerin Sabine Kehm am Dienstag (31.12.2013) in Grenoble. Ob Anzeige gegen den Mann erstattet werde, sei noch nicht entschieden, sagte Kehm vor Journalisten.

Die Managerin appellierte an die Medien, auch jenseits des weltweiten Interesses am Schicksal Schumachers dessen Privatsphäre zu achten. “Es ist schon deutlich, dass mehr und mehr Versuche unternommen werden, in die Nähe des Bereiches zu kommen, in dem Michael im Koma liegt”, sagte Kehm. Auf der fünften Etage der Universitätsklinik Grenoble sind spezielle Sicherheitskräfte positioniert.

Michael Schumachers 45. Geburtstag

Michael Schumacher wurde am 3. Januar 1969 als erster Sohn des damaligen Kaminmaurers und späteren Pächters einer Kartbahn in Kerpen, Rolf Schumacher und dessen Ehefrau Elisabeth (1948–2003), in Hürth-Hermülheim geboren. Heute (3.1.2014) an seinem Geburtstag liegt er nach seinem Skiunfall am 29. Dezember 2013 weiter im künstlichen Koma. Laut Ärzten ist ist Entwicklung des Gesundheitszustandes des Ex-Formel-1-Weltmeisters weiter völlig offen.

Schumacher laut Unfall-Video mit „maximal 20 km/h“ unterwegs

Ein 35-jähriger Flugbegleiter aus Essen stand nach eigenen Aussagen zum Zeitpunkt des Unglücks nur wenige Meter von der Unfallstelle entfernt auf der Piste im französischen Skigebiet Meribel und filmte mit einem Smartphone gerade seine Freundin, wie der Spiegel Online am Samstagabend (4.1.2014) berichtete. Der deutsche Skifahrer hat nach Informationen des Nachrichtenmagazins “Der Spiegel” zufällig den verhängnisvollen Skiunfall des Formel-1-Rekordweltmeisters Michael Schumacher am vergangenen Sonntag gefilmt.

Smartphone-Video zeigt angeblich Schumacher-Unfall

Im Hintergrund des Films ist demnach leicht verwackelt zu sehen, wie ein Skifahrer im nicht präparierten Teil zwischen zwei Pisten über den Schnee gleitet und dann stürzt. Nach Aussagen des Zeugen, der sich laut “Spiegel” am Freitag bei dem Magazin meldete, war dieser Skifahrer offenbar Michael Schumacher. Er soll “gemächlich gefahren” und mit einem Tempo von “maximal 20 Stundenkilometern” unterwegs gewesen sein.

Starker Anstieg der Skihelmverkäufe nach Schumacher-Unfall

Der schwere Skiunfall von Michael Schumacher in Meribel am 29. Dezember hat die Skihelmverkäufe in Österreich und Deutschland stark angekurbelt. “Händler schätzen den Anstieg auf 20 bis 30 Prozent bei Helmverkäufen gegenüber dem Vorjahr”, so Sport-2000-Vorstand Holger Schwarting auf APA-Anfrage. Auch Intersport konnte seine Verkaufszahlen um 20 Prozent steigern.

Der Anstieg fällt in Österreich bisher deutlich geringer aus als in Deutschland, wo sich laut Intersport die Verkaufszahlen sogar verdoppelt haben. Intersport-Österreich-Vorständin Gabriele Fenninger rechnet jedoch nur mit einem sehr kurzfristigen Effekt, da ohnehin schon viele der Skifahrer einen Helm tragen. Zuletzt gab es einen ähnlich rasanten Anstieg der Nachfrage 2009, nach dem Skiunfall von Dieter Althaus in Österreich. Bei der Kollision des damaligen Thüringer Ministerpräsidenten mit einer anderen Urlauberin kam diese ums Leben.

Als Folge dieser schweren Unfälle liege der Fokus bei den Freizeitsportlern immer mehr auf Sicherheit, bestätigte WKÖ-Sporthandels-Obmann Ernst Aichinger. Sowohl die Produzenten als auch die Skifahrer haben sich dem gesteigerten Sicherheitsbewusstsein angepasst. Auch bei Rückenprotektoren sei die Industrie bemüht Aufklärungsarbeit zu leisten. Die Verkäufe haben sich allerdings noch nicht so stark erhöht wie bei Skihelmen.

Schumachers Testament

Michael Schumacher soll laut Autoweek kurz vor seinem Comeback bei Mercedes im Jahr 2010 ein Testament verfasst haben. Nach Angaben von “Autoweek” würde Schumachers Vermögen von etwa einer Milliarde Euro im Todesfall zu gleichen Teilen unter seiner Frau Corinna und seinen beiden Kindern verteilt werden.

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