Noch steht die Fairness im Vordergrund
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Rückblick: Finalkrimis in der Formel 1

Am Sonntag geht die Formel 1 mit der Entscheidung zwischen Rosberg und Hamilton zu Ende – hier ein Rückblick auf die spannendsten Finalläufe in der Geschichte der Formel 1.

21.11.2014 APA

Am Sonntag geht der Mercedes-interne Formel 1-Titelkampf in die letzte Runde. Der Finalkrimi ist beileibe nicht der erste in der Geschichte der Königsklasse: Die dpa dokumentiert die spannendsten Finalläufe in der Historie der Formel 1.

1950: Vor dem letzten Rennen führt Juan Manuel Fangio im Dreikampf vor Luigi Fagiola und Nino Farina. Doch Farina gewinnt das letzte Rennen und schnappt sich noch den ersten Formel-1-Weltmeistertitel.

1959: Jack Brabham geht als Führender vor Stirling Moss und Tony Brooks ins Finale. Zwar geht ihm 800 Meter vor dem Ziel der Sprit aus, doch weil Brooks nur Dritter wird und Moss ausscheidet, reicht es trotzdem zum WM-Sieg.

1964: Graham Hill sind vor dem Schlussrennen John Surtees und Jim Clark auf den Fersen. Hill bleibt nach einem Unfall punktlos, Clark fällt als Führender aus. So wird Surtees Weltmeister.

1976: Nach seinem Feuerunfall am Nürburgring gab der WM-Führende Niki Lauda das Finalrennen in Japan wegen des heftigen Regens nach einer Runde auf. James Hunt holte sich kurz vor Schluss Platz drei und wurde mit einem Punkt Vorsprung noch Weltmeister.

1981: Maßarbeit von Nelson Piquet. Mit Rang vier im letzten Rennen wird der Brasilianer noch Champion. Dem vorher führenden Carlos Reutemann fehlt am Ende ein Zähler. Jacques Lafitte geht leer aus.

1983: Wieder zieht Piquet im Finale vorbei, diesmal an Alain Prost. Piquet wird Dritter, Prost fällt aus. Rene Arnoux kann nicht mehr eingreifen.

1984: Mit Platz zwei rettet Lauda einen halben Punkt Vorsprung in der WM-Wertung vor Prost ins Ziel – der bis heute knappste Abstand bei einer Titelentscheidung.

1986: Diesmal holt sich Prost im letzten Rennen noch die WM-Krone. Der vorher an der Spitze liegende Nigel Mansell muss aufgeben, Prost gewinnt das letzte Rennen. Auch Piquet hat so das Nachsehen.

1994: Michael Schumacher holt sich seinen ersten Titel auf kontroverse Weise. Nach einem Crash mit Rivale Damon Hill fielen beide im letzten Rennen aus – und „Schumi“ war Champion.

1997: Das Duell zwischen Jacques Villeneuve und Schumacher endet im Skandal. Schumachers Rammstoß in Jerez bleibt erfolglos. Der Kanadier rast zum Titel, der Deutsche wird disqualifiziert.

2007: Lewis Hamilton verspielt den schon fast sicheren Titel, Kimi Räikkönen zieht im Endspurt am Briten und Fernando Alonso vorbei.

2008: Bis zur letzten Kurve geht der Titel-Zweikampf. Felipe Massa fühlt sich schon als Champion, doch dann rettet Hamilton Platz fünf in Brasilien – und damit den Titel.

2010: Erstmals haben vier Fahrer im Finale noch die Chance auf den Titel. Sebastian Vettel, vor dem Rennen Dritter der Gesamtwertung, gewinnt und wird zum ersten Mal Weltmeister. Alonso, Mark Weber und Hamilton haben das Nachsehen.

2012: In einem irren Rennen rettet sich Vettel nach einem Unfall beim Start als Sechster ins Ziel. Das reicht, um mit drei Punkten Vorsprung auf Alonso erneut Champion zu werden.

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