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Hier kracht's: Erst auf der Rennstrecke, dann hinter den Kulissen.
 

Rosberg kollidiert mit Hamilton und jetzt sind alle wütend

In Spa flogen zwischen Rosberg und Hamilton buchstäblich die Fetzen. Eine kleine Zusammenfassung der Reaktionen.

24.08.2014 APA

Von der erwarteten Dominanz des Mercedes-Duos beim Grand Prix von Belgien war nichts zu spüren. Dafür spitzte sich der Rennstall-interne „Krieg der Sterne“ weiter zu: Rosberg schlitzte Hamilton während einem Überholmanöver den Hinterreifen auf. Für alle, die es nicht gesehen haben:

Die Aktion wurde unmittelbar nach dem Rennen von Motorsportchef Toto Wolff aufs schärfste verurteilt.

Auch Niki Lauda findet klare Worte: Der Hahnenkampf zwischen Rosberg und Hamilton hat unakzeptable Ausmaße aufgenommen. Hamilton tut ihm leid:

Am wütendsten ist nach dem verpatzten Rennen aber verständlicherweise Lewis Hamilton selbst, der in der 38. von 44 Runden frustriert darum gebeten hatte, aus dem Rennen genommen zu werden.

Rosberg schaffte es noch vor Red Bulls Daniel Ricciardo auf Platz 2, wurde bei der Siegerehrung aber ausgebuht. Zumindest dafür zeigt er Verständnis, wenn er sich selbst auch nicht als „den Bösen“ sieht:

Die Kollision der beiden WM-Rivalen war auch das Hauptthema der Pressekonferenz nach dem Belgien-Grand-Prix. Die wichtigsten Auszüge:

Frage: Herr Rosberg, wie kam es zu dieser verhängnisvollen Kollision zwischen Ihnen und Lewis Hamilton, bei der Sie Ihrem Teamkollegen mit dem Frontflügel das linke Hinterrad aufgeschlitzt haben?

Rosberg: „Ich bin nicht in der Lage, das zu kommentieren. Ich hab‘ es noch nicht im Fernsehen gesehen. Ich weiß nur, dass ich schneller war. Ich bin außen rum, da innen blockiert war.“

Frage: Spitzt sich nun das ohnehin schon angespannte Verhältnis zwischen Ihnen beiden noch weiter zu?

Rosberg: „Natürlich ist das in allererster Linie extrem schlecht gelaufen. Das hat uns beiden wehgetan. Für das Team ist das schade. Aber wir duellieren uns schon die ganze Zeit.“

Frage: Nach dem Hauskrach von Ungarn schien zumindest nach offizieller Version ein Burgfrieden wieder hergestellt. Wie stark belastet dieser Vorfall gleich beim ersten Rennen danach das äußerst angespannte Verhältnis zwischen Ihnen?

Rosberg: „Ich bin zuversichtlich, dass wir die Harmonie aufrechterhalten können. Es war klar, dass es intensive Momente geben würde. Wir hatten nach Ungarn gute Diskussionen. Alles war geklärt und abgeschlossen. Ich war an diesem Wochenende relaxt. Ich hatte hier die Pole Position und wollte gewinnen.“

Frage: Wurden bei der Aussprache auch solche Situationen diskutiert?

Rosberg: „Wir haben den Kampf zwischen uns diskutiert, zum Beispiel aber auch schon nach Bahrain. Ich will dazu nicht ins Detail gehen.“

Frage: Was sagen Sie dazu, dass Teamaufsichtsrat Niki Lauda Ihnen die Schuld an dem verhängnisvollen Unfall gegeben hat und Motorsportchef Toto Wolff Ihre Aktion als nicht akzeptabel verurteilt hat?

Rosberg: „Ich habe von beiden dazu noch nichts gehört. Ich kann also dazu nichts sagen.“

Frage: Wie haben Sie die Pfiffe der Zuschauer empfunden, als Sie auf dem Podest standen?

Rosberg: „Ich respektiere die Meinung der britischen Zuschauer.“

Frage: Wie verlief Ihr Rennen nach dem Crash, nach dem Sie wegen eines beschädigten Frontflügels ja auch ungeplant an die Box mussten?

Rosberg: „Es war ein schwieriges Rennen. Ich habe alles gegeben, um Daniel Ricciardo noch einzuholen. Es hat leider nicht gereicht.“

 

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  • Wolfgang Schachinger

    Sie schreiben: Rosberg schaffte es noch vor Red Bulls Daniel Ricciardo auf Platz 2, wurde bei der Siegerehrung aber ausgebuht.
    Was soll der Unsinn? Ricciardo hat gewonnen, sein Red Bull war daher vor Rosberg.

  • ReinhardP

    Das ganze Theater ist mehr als kindisch und lächerlich! Die beiden Buben, aber auch „Toto“ (wenn das allein nicht schon kindisch ist?!) und „Niki“ (eigentlich auch kein Knabe mehr) sollten nicht immer weinend nach der Mutti rufen, wenn’s einmal nicht so läuft, wie man es sich wünscht.
    Die Formel1 wird immer mehr kurios: seltsame Autos mit seltsam-kindisch-unreifen Fahreren, verwaltet von merkwürdigen Typen! Zum Abgewöhnen!

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