Nächstes Jahr in LeMans: der LMP1-Sportprototyp von Porsche
Nächstes Jahr in LeMans: der LMP1-Sportprototyp von Porsche
 

Rollout Porsche LMP1

Der neue LMP1 Sportprototyp dreht seine ersten Runden

13.06.2013 Autorevue Magazin

Erste Bilder des Porsches für Le Mans 2014

Zehn Tage vor dem 24-h-Rennen in Le Mans gibt Porsche erstmals Bilder jenes neu entwickelten Rennwagens frei, der beim Langstreckenklassiker um den Gesamtsieg mitfahren soll. Allerdings erst im Jahr 2014. Seitdem man im Juni 2011 die Rückkehr in die oberste Liga des Langstreckensports angekündigt hat, ist in Weissach viel passiert. Es wurden rund 150 Millionen Euro in den Standort investiert, unter anderem zum Bau eines High-End-Windkanals, eines neuen Design-Zentrums, eines Elektronik-Integrations-Zentrums und der Erweiterung des Motorsportzentrums. In einem neu errichteten Werkstatt- und dem zugehörigen Verwaltungsgebäude arbeiten mittlerweile rund 200 Techniker unter der Leitung des Österreichers Fritz Enzinger am LMP1-Projekt.

Es ist eine jener seltenen Rennfahrzeugentwicklungen, die mit einem absolut sauberen, weissen Blatt Papier beginnen, es gab weder ein Vorgängermodell noch sonst etwas, auf das man aufbauen konnte.

Erster fertig gebaute Porsche LMP1-Sportprototyp

Insofern ist es bemerkenswert, dass der erste fertig gebaute Porsche LMP1-Sportprototyp am 12. Juni 2013 sein Rollout erfolgreich absolvieren konnte. Erstens ist man laut Fritz Enzinger dem Zeitplan sogar ein paar Wochen voraus und zweitens gibt es ziemlich viele Gründe, warum ein frisch geborenes Rennfahrzeug beim ersten Funktions-Check nicht funktioniert oder etwas bricht, reisst oder brennt.

Es lag an Porsche-Werksfahrer Timo Bernhard, das Baby die ersten Meter über die Teststrecke in Weissach zu führen. Bernhard, der die 24 Stunden von LeMans 2010 zusammen mit Mike Rockenfeller und Romain Dumas gewinnen konnte, wird in den nächsten Monaten gemeinsam mit seinem Freund und Werksfahrer-Kollegen Dumas auch den Großteil des Testprogramms auf verschiedenen internationalen Rennstrecken bestreiten.

Was Porsche noch nicht bekannt gibt, sind Fakten zu Motorisierung und Antrieb des neuen LMP1-Fahrzeugs. Der beim Rollout in Weissach anwesende Entwicklungsvorstand der Porsche AG Wolfgang Hatz meinte kryptisch: „Unser Ziel ist, die bestmögliche Effizienz zu erreichen ohne Abstriche bei der Performance zu machen.“

Ob er damit das aus dem Porsche GT3 R Hybrid bekannte und auch im Renneinsatz siegfähig erprobte Hybridsystem mit Schwungradspeicher meint, ist nicht bestätigt, darf aber angenommen werden.

  • Martin

    Bezüglich Antriebsart: ist mir zu Ohren gekommen das es sich um einen kleinen Vierzylinder handelt!

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