Red Bulls Aeroscreen im Stresstest

Um die Effektivität des neuen Cockpit-Schutzes zu demonstrieren, beschoss Red Bull den „Aeroscreen“ mit einem Reifen und einem 1-KIlo-Projektil.

30.04.2016 Online Redaktion

Beim gestrigen Training vor dem Grand Prix von Russland testete Red Bull einen neuen Cockpitschutz: Der Aeroscreen ist eine Art dünne Windschutzscheibe, die den Kopf des Fahrers schützen soll. Nach dem ersten Praxiseinsatz gab Red Bull-Pilot Daniel Ricciardo gutes Feedback zu dem System; andere Fahrer favorisieren den von Ferrari getesteten Cockpit-Schutz „Halo“.

230 km/h schnelles 1 Kilo-Projektil

Nach den Testfahrten in Sotschi veröffentlichte Red Bull zwei Videos, die zeigen sollen, wie stabil der Areoscreen im Ernstfall ist. Was ein 230 km/h schnelles 1 Kilo-Projektil aushält sollte die Köpfe der Piloten auch erfolgreich vor umherfliegenden Wrackteilen schützen können, so die Argumentation.

Formel 1-Reifen mit 225 km/h

Aber auch eine praxisnahere Demonstration hat Red Bull parat: Was passiert, wenn ein Formel 1-Reifen mit 225 km/h die Schutzscheibe trifft? Die Antwort lautet: Nicht viel – der Reifen wird sanft über den Kopf des Fahrers hinweggeleitet.

Entscheidung noch offen

Welches der Systeme schließlich ab der Saison 2017 zum Einsatz kommt, entscheidet die Formel 1-Kommission. Geht es nach Lewis Hamilton, wird sein Kopf künftig gar nicht geschützt. Der Weltmeister plädiert dafür, den Piloten die Entscheidung zu überlassen, ob sie einen Cockpitschutz einsetzen möchten oder nicht.

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