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Mateschitz ist "weder überrascht noch enttäuscht"
 

Was Red Bull zu Vettels Abgang sagt

Kein trauriger Abschied für Red Bull – Mateschitz „weder überrascht noch enttäuscht“

10.10.2014 APA

Sebastian Vettel wird den Rennstall, mit dem er 4 Mal Weltmeister wurde, verlassen und – wahrscheinlich – zu Ferrari wechseln. Bei Red Bull zeigt man sich angesichts des bevorstehenden Verlustes aber gelassen: So war Chef Dietrich Mateschitz „weder überrascht noch enttäuscht“, so der 70-jährige in einem Interviw mit der dpa. Er habe „weder eine Richtigkeit noch Notwendigkeit“ darin gesehen, den Deutschen von seinem Vorhaben abzubringen.

Vettel informierte Mateschitz telefonisch

Vettel hatte Mateschitz vergangenes Wochenende aus Japan telefonisch über seinen Entschluss informiert, Red Bull mit Saisonende zu verlassen. „Erstens wussten wir, dass er Gespräche führt, und zweitens glaube ich, dass es bei aller Loyalität für einen Rennfahrer richtig ist, sich nach neuen Herausforderungen umzusehen.“

Red Bull wollte Vettel nicht umstimmen

Den Serienchampion umzustimmen, sei für Red Bull kein Thema gewesen. „Wir haben es nicht probiert, und ich hätte das auch nicht für richtig gehalten“, betonte Mateschitz. „Insbesondere unter den derzeitigen Voraussetzungen.“ Angesichts des „Handicaps“ von Red Bull mit dem gegenüber Mercedes deutlich unterlegenen Renault-Antrieb brauche es keinen vierfachen Weltmeister im Team, der bestenfalls „best of the rest“ werden könne.

Keine glückliche Saison 2014 für Weltmeister Vettel

Vettel stammt aus dem eigenen Nachwuchs. Der 27-Jährige hat alle seine WM-Titel für den österreichisch-englischen Rennstall eingefahren. Ein fünfter Titel ist derzeit allerdings außer Reichweite, liegt der Red-Bull-Star vier Rennen vor Schluss doch mit 127 Punkten Rückstand auf Mercedes-Spitzenreiter Lewis Hamilton nur auf WM-Rang vier. Teamkollege Daniel Ricciardo hat bereits drei Saisonrennen gewonnen, Vettel noch keines.

„Kritiker verstehen F1-Zirkus nicht“

Kritikern, die Vettel vorwerfen, Red Bull nach der ersten schwierigen Saison den Rücken zu kehren, widersprach Mateschitz. „Sie verstehen zu wenig von den Fakten und wissen wahrscheinlich auch nicht wirklich, wie der F1-Zirkus funktioniert“, meinte der Steirer, der mit dem 20-jährigen Russen Daniil Kwjat kommende Saison auf ein weiteres Supertalent als Vettel-Nachfolger setzt.

„Sehr hohe finanzielle Einsparungen“

Kwjat hat bereits in seiner ersten Formel-1-Saison beim Red-Bull-Zweitteam Toro Rosso überzeugt. Mit der Rochade seien laut Mateschitz „auch sehr hohe finanzielle Einsparungen verbunden“. Kwjat verdient deutlich weniger als der 39-fache Grand-Prix-Sieger Vettel, dessen Vertrag bei den Bullen eigentlich noch bis Ende 2015 gelaufen wäre.

Nun scheint Vettels Weg zu Ferrari frei. Der bevorstehende, aber noch nicht offiziell besiegelte Wechsel des Deutschen hat das Fahrerkarussell in der Königsklasse in Schwung gebracht. Der Spanier Fernando Alonso könnte Ferrari verlassen, selbst Hamiltons Zukunft muss nicht zwingend bei Mercedes liegen. Mateschitz vermutete, dass „die kommende Fahrerrochade auch einiges zur Spannung in der nächsten F1-Saison beitragen wird“.

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  • Heinz Renner

    Und wozu kommt dieser uralte Artikel jetzt?

  • H.Kalcher

    War wohl nicht sehr far, in dieser Art zu kündigen.

  • SteakIT99

    Der Vettel soll bei Ferrari sein Glück versuchen, während Redbull in der nächsten Saison mit ,hoffentlich , konkurrenzfähigem Motor wieder an der Spitze mitfährt, Vettel nach einer Saison wieder zu Redbull wechselt, Weltmeister wird und als grösster Held ever gefeiert wird.

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