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Red Bull wurden bei filmreifen Einbruch mehr als 60 Trophäen gestohlen

Einbruch in Red-Bull-Fabrik in Milton Keynes. Täter rasten mit Geländewagen in Eingangsbereich.

06.12.2014 APA

Einbrecher haben in der Nacht auf Samstag die Fabrik des Formel-1-Rennstalls Red Bull Racing in Milton Keynes verwüstet. Laut Teamchef Christian Horner sind dabei „mehr als 60 Trophäen gestohlen“ worden. Die Täter waren für ihren Beutezug mit einem Auto in den Eingangsbereich des Hauptgebäudes gerast, hieß es in einer Aussendung des österreichisch-britischen Rennstalls am Samstag.

 

Die Trophäen hatten vor allem ideellen Wert

„Wir sind natürlich entsetzt über diesen schwerwiegenden Einbruch“, wurde Horner zitiert. „Es wurde erheblicher Schaden angerichtet, und für unsere Sicherheitsbeamten, die zu dieser Zeit Dienst hatten, war dieser Vorfall sehr erschütternd. Die Täter haben nicht nur Gegenstände entwendet, die ihnen nicht gehören, sondern Leistungen, die den Einsatz von engagiert arbeitenden Personen widerspiegeln. Um diese Pokale zu gewinnen, waren viele Jahre und harte Arbeit nötig.“

Horner, dessen Team neben zahlreichen Rennen von 2010 bis 2013 vier Fahrer- und Konstrukteurstitel in Folge gewonnen hatte, rätselte, welches Ziel die Einbrecher verfolgten. „Neben dem aggressiven Vorgehen sind wir auch perplex, warum jemand diese Trophäen stehlen sollte“, betonte der 41-jährige Engländer. Der ideelle Wert der Pokale sei für das Team zwar außerordentlich hoch, der tatsächliche Wert allerdings eher gering. Zudem seien viele der ausgestellten Trophäen Kopien gewesen.

Mit Geländewagen durch die Glaswand

Nach Angaben der Polizei handelte es sich wohl um sechs Einbrecher, die mit zwei Autos mit vermutlich ausländischen Kennzeichen gekommen waren – einem Geländewagen, mit dem sie in die Eingangshalle gerast waren, und einem dunklen Mercedes-Kombi. Im Gebäude war zum Tatzeitpunkt nur ein Sicherheitsbeamter, verletzt wurde niemand.

Einschmelzen? Pokale sind nahezu unverkäuflich

„Wir vermuten, dass die Bande unsere Pokale jetzt einschmelzen will. Der Silberpreis ist momentan sehr hoch, verkaufen kann man die Unikate nicht. Dafür sind sie zu auffällig“, sagte Helmut Marko, der Motorsportberater von Red Bull, „Sport Bild Online“. Der 71-jährige Steirer war froh, dass bei dem Einbruch niemand zu Schaden gekommen ist: „Zum Glück war noch keine Empfangsdame bei der Arbeit.“ Teamchef Horner kündigte an, den Zugang zur Rennfabrik künftig stärker zu beschränken.

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