Daniel Ricciardo in Bahrain 2014
Neue Indizien im Fall von Ricciardo.
 

F1: Neue Indizien im Ricciardo-Fall

Die Anhörung zur Disqualifikation von Daniel Ricciardo findet am Montag in Paris statt. Neue Indizien sollen die Unzuverlässigkeit der Sensoren belegen.

11.04.2014 APA

Am Montag findet in Paris die Anhörung im Fall der Disqualifikation von Daniel Ricciardo statt und Red Bull erhofft sich eine Aufhebung der Strafe. Der Lokalmatador war nach dem Rennen aus der Wertung genommen worden, weil der Benzindurchfluss anhaltend über der erlaubten Höchstgrenze von 100 kg pro Stunde gelegen habe.

Neue Indizien sollen helfen

Der Protest von Red Bull, eingebracht durch die Oberste Nationale Sportkommission (OSK) des ÖAMTC, fußt vor allem auf den standardisierten Messgeräten, die der Automobil-Weltverband (FIA) den Teams seit dieser Saison zur Verfügung stellt. „Es gibt weitere Indizien, die die Unzuverlässigkeit der Sensoren bestätigen“, betonte Red Bulls Motorsportchef Helmut Marko diese Woche in Wien.

Mehrere Argumente gegen die Disqualifikation

Auf die Anhörung am Montagvormittag (9.30 Uhr) im FIA-Hauptquartier auf dem Place de la Concorde sieht Marko sein Team sehr gut vorbereitet. „Wir haben viele Argumentationen“, versicherte der Steirer. Mit Renault-Motor ausgestattete Teams seien von den ungenauen Messdaten etwa stärker betroffen als andere.

Ricciardo eigentlich WM-Dritte

„Diese Strafe ist mir völlig unverständlich“, erklärte Marko. „Was hat der Herr Ricciardo falsch gemacht? Wir haben eine Fahrermeisterschaft und wir haben eine Konstrukteursmeisterschaft. Dann sollen sie eben uns als Konstrukteur strafen.“ Sollte Ricciardo die Punkte in der Fahrerwertung tatsächlich zurückerhalten, wäre er hinter den überlegenen Mercedes-Piloten Nico Rosberg und Lewis Hamilton plötzlich WM-Dritter.

Sensationelle Leistungen

Die bisherigen Leistungen des 24-jährigen Australiers, den Red Bull dieses Jahr vom Zweitteam Toro Rosso hochgezogen hat, beschrieb Marko schlichtweg als „sensationell“. „Auch diese Rückschläge, wie er die weggesteckt hat. Sein Lächeln hat sich dadurch nicht geändert.“

Fast auf Hamilton-Niveau

Nach der Disqualifikation in Melbourne war Ricciardo wegen einer Boxenpanne in Malaysia zuerst zurück- und später ausgefallen. Zudem wurde er für Bahrain um zehn Startplätze zurückversetzt. Dennoch reichte es in der Wüste zuletzt zu Rang vier. Marko: „Von den Platzierungen, die Ricciardo bisher de facto geholt hat, wäre er in der WM fast auf Hamilton-Niveau.“

Mehr zum Thema
pixel