Go-Kart-Bahn in Spielberg
Die Go-Kart-Bahn gehört auch zum Projekt Spielberg
 

Formel 1: Ruhe vor dem Sturm

Der Red Bull Ring ist – abgesehen von einer noch zu kleinen Tribüne und einem ausbaufähigen Pressezentrum – bereit für die Formel 1.

25.07.2013 APA

 

Der Große Preis von Österreich ist zurück, das war aus österreichischer Sicht die Motorsportnachricht der vergangenen Monate. Die Mitarbeiter des Red Bull Ring sind noch unbeeindruckt vom bevorstehenden Trubel. Und dennoch war beim Lokalaugenschein eine gewisse Aufregung zu spüren.

Rennstrecke entspricht den FIA-Auflagen

Sorgen, dass dem Formel 1-Comeback in Österreich noch etwas ernsthaft im Weg steht, scheinen sich die wenigsten Angestellten des Projekts Spielberg zu machen. Immerhin entspricht die Rennstrecke den FIA-Auflagen. Nur Tribünen und das zu kleine Pressezentrum müssten ausgebaut werden, waren sich Mitarbeiter einig.

VIP-Lounges, Siegespodest und Boxengassen können sich sehen lassen

Die Räumlichkeiten für Medien bieten bisher lediglich 160 Journalisten Platz, zu wenig für den Ansturm eines Formel 1-Grand Prix. Komfortabel wirken dagegen vier VIP-Lounges direkt über den Boxengassen, entlang der Start-Ziel-Geraden. Sie fassen mit je 200 Quadratmetern bis zu 80 Gäste. Bereits mehrmals mit Champagner eingeweiht wurde das Siegespodest, das gleich wie die Boxengasse die nötigen Formel 1-Standards erfüllt. Die sogenannte Pit Lane umfasst 28 Boxen, wobei vier für die technische Abnahme reserviert sind. Die übrigen werden auf die Teams aufgeteilt. Noch herrscht in der Boxengasse Leere und „Garagenstimmung“.

Tribünen müssen noch ausgebaut werden

Gleich neben den Boxen ist auch das medizinische Zentrum, in dem zwei Verletzte zugleich behandelt werden können. Die Ausstattung mit Ultraschall und spezieller Dusche bei Verbrennungen entspricht zwar nicht den sterilen Bedingungen eines Spitals, reicht aber für die Erstversorgung völlig aus. Da bisher maximal 40.000 Zuschauer pro Tag am Ring erlaubt sind, sind auch entsprechend wenige Tribünen aufgebaut: Die Start-Ziel-Gerade wird von rund 3.100 Sitzplätzen flankiert, die Tribüne neben der Castrol-Kurve bietet 2.000 bis 2.500 Zuschauern Platz. Die Red Bull-Tribüne an der schnellsten Stelle der Strecke, kurz vor der Remus-Kurve, fasst 14.000 Zuschauer. Samt Stehplätzen immer noch weit zu wenig für die Königsklasse des Motorsports.

Rennstrecke unverändert

Seit dem vorerst letzten Formel-1-Rennen 2003 hat sich die Strecke nicht verändert: Sie ist nach wie vor 4,318 Kilometer lang. Doch das „Drumherum“ wurde mit zig Millionen Euro von Red Bull neu gestaltet: Zum Projekt Spielberg gehört nicht nur der Ring, sondern eine Go-Kart-Bahn, eine Strecke für Enduro-Bikes, ein Offroad Track, eine Teststrecke für Allradfahrzeuge sowie das „Driving Center“ – etwa mit X-Bows von KTM. Der Fuhrpark des Rings umfasst knapp 50 Fahrzeuge.

Race Control sieht alles

Komplett neu ist auch das Fahrerlager mit der sogenannten Bulls‘ Lane, dem Pressezentrum und den VIP-Lounges. In dem Gebäudekomplex ist auch die Rennleitung und -kommission sowie die Zeitnehmung untergebracht. Die sogenannte Race Control verfolgt – ebenfalls nach FIA-Standards – auf 42 Monitoren und mit 26 Kameras das gesamte Renngeschehen.

 

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