Red Bull Air Race
Am 1. März startet die Saison 2014.
 

Red Bull Air Race in den Startlöchern

Am 1. März findet das erste Air Race Rennen statt. Regeländerungen sorgen für mehr Sicherheit und mit Hannes Arch ist ein Österreicher mit am Start.

26.02.2014 APA

Am 1. März startet die neue Red Bull Air Race Saison in Abu Dhabi. Nach dreijähriger Pause wird es beim Slalom der High-Performance-Flugzeuge in den Vereinigten Arabischen Emiraten mit Sicherheit heiß hergehen, und das nicht nur wegen des Wetters: neues Reglement – u.a. einheitliche Motoren und Propeller -, neue Piloten samt alter „Haudegen“ – und mitten drin der Steirer Hannes Arch.

Arch will die WM gewinnen

„Natürlich will ich die WM gewinnen“, gab der 46-jährige Ex-Weltmeister Arch im APA-Interview zu Protokoll. Dagegen könnte vor allem der Brite Paul Bonhomme, der regierende Air Race-Weltmeister 2010, etwas haben, der ebenso wieder mit dabei ist. Damals setzte sich Bonhomme hauchdünn mit vier Punkten Vorsprung auf Arch durch, danach wurde das 2005 gestartete Flug-Spektakel zwecks Sicherheits-Relaunch für drei Jahre ausgesetzt.

Neue Regeln, für mehr Sicherheit

Allerdings werden die Karten in „Season 7“ komplett neu gemischt: Aus Sicherheitsgründen starten alle Flieger mit einheitlichen Motoren, Propellern und Abgassystemen, die maximale Fliehkraft der wendigen Maschinen wurde auf zehn G limitiert, die „Tore“ – „Air Gates“ genannt – wurden von 20 auf 25 Meter erhöht.

Slalom mit 370 km/h

„Die Anhebung der Pylonenhöhe bringt sicher etwas, denn falls was schiefgeht, hast du mehr Spielraum für Korrekturen“, begrüßte Arch diese Maßnahme. Immerhin sind die Rennflugzeuge der zwölf Piloten bis zu 370 km/h schnell. Und das acht Kilometer lange Rennen spielt sich knapp über Grund ab – in Abu Dhabi bedeutet das: haarscharf über die Wasserfläche der noblen Marina an der Prachtstraße Corniche.

Arch zeigt sich optimistisch

Der bisher letzte Sieger in Abu Dhabi war Paul Bonmomme 2010, im Jahr davor hatte Hannes Arch den Propeller vorne gehabt. Der Steirer ist auch für den neuen Anlauf zuversichtlich: „Meine Maschine – eine Edge 540 – ist aerodynamisch sehr gut.“

Nachwuchsarbeit

Seit 2003 gibt es das Air Race. Seit 2005 als weltweite Serie, bei dem die Piloten mit ihren wendigen Flugzeugen einen von Pylonen-Toren gekennzeichneten Kurs auf Zeit durchfliegen müssen. 2010 hatte man aus Sicherheitsgründen die Reißleine gezogen, nachdem die Piloten zu sehr ans Limit gegangen waren. 2014 finden acht Rennen in sieben Ländern auf drei Kontinenten statt. Neu ist auch der „Challenger Cup“, über den junge Piloten an die Elite herangeführt werden sollen.

Karten für Rovinj sichern

Nach dem ersten Air-Race-Startkommando „smoke on“ in Abu Dhabi (1. März) steht am 12./13. April in Rovinj das „exklusivste“ Air Race auf dem Programm. Weil die kroatische Küstenstadt wenig Platz bietet, ist der von Österreich am besten zu erreichende Air-Race-Event in Istrien der einzige, für den man Kauftickets benötigt. Alle übrigen und wie immer über mehrere Tage gehenden Bewerbe in Malaysia, Polen, Großbritannien, den USA und China (Finale) sind prinzipiell frei zugänglich, weswegen an Rennwochenenden traditionell jeweils mehrere hunderttausend Zuseher mit dabei sind.

Die 12 Air-Race-Piloten 2014

Hannes Arch (AUT)

Kirby Chambliss (USA)

Martin Sonka (CZE)

Matt Hall (AUS)

Nigel Lamb (GBR)

Matthias Dolderer (GER)

Yoshihide Muroya (JPN)

Peter Besenyei (HUN)

Paul Bonhomme (GBR)

Pete McLeod (CAN)

Michael Goulian (USA)

Nicolas Ivanoff (FRA)

WM-Kalender 2014

Abu Dhabi/VAE (1. März)

Rovinj/CRO (13. April)

Putrajaya/MAL (18. Mai)

Gdynia/POL (27. Juli)

Ascot/GBR (17. August)

Dallas/Fort Worth/USA (7. September)

Las Vegas/USA (12. Oktober)

China (2. November)

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