Gruppe B: Quiz zum Rallye-Irrsinn

Schneller, gefährlicher und faszinierender war Motorsport nie wieder als zu Zeiten der Gruppe B. Ein Quiz als Rundgang durch den Rallye-Wahnsinn.

08.10.2015 Online Redaktion

Gruppe B

Der Renault 5 Turbo ist eines jener Autos, die dem Wahnsinn der Gruppe B eine Form gaben. Dieses Quiz gibt euch einen Rückblick auf die Gruppe B. Schneller, gefärhlicher und faszinierender war Motorsport nie wieder.

  • ChV

    War nicht so ein Irrsinn, nur die Zuschauer zu idiotisch, und die Veranstalter zu gewinngeil. Die Problematik war davor bei Gruppe 1 bis 4, danach bei der Gruppe A und nun ist sie bei WRC nicht anders.
    Die Gruppe A war immer noch besser als die faden WRC-Autos in Einheitsgröße. Als die großen Stohl-Audis durch die Felder stürmten, war das fast wie die Falcons gegen die Minis 1963.
    Ein bisserl mehr Buntheit, stellen wir uns vor: VW mit Turbo-Beetle, FIAT mit höchst aufgeblasenen Abarth 500, Toyota mit GT86, dazwischen Lotus Exige, Porsche Cayman, da heben sich doch Fiesta und DS3 gleich besser ab.
    Die kleinen Klassen der Privaten sind oft im technischen Mix interessanter, aber niemand zeigt sie, nicht einmal ihr. Überhaupt, viel zu wenig Motorsport in der autorevue, aber bitte Technik und Rallye, Rennen, nicht Renfahrer-Promi-Gelabere, weswegen ich in sehr jungen Jahren von rallye racing zu euch gewechselt habe.
    Man könnte doch die ewigen Markenportraits etwas reduzieren dafür… Eine Bitte nach Jahrzehnten, ich halte euch doch schon seit etwa 30 Jahren die Treue.
    Bis Sportkomisson und Werke uns erhören, müssen wir uns mit den historischen Autos und Erinnerungen trösten.

  • xvice

    ewig schade um die gruppe b. ja, die leistungseskalation war wahnwitzig damais. trotzdem hätte man das anders lösen können als mit dem radikalen schnitt und rückzug auf die „kastrierte“ gruppe a. rallye war damals technisch extrem anspruchsvoll und spektakulär und stand der formel 1 kaum nach. der delta s4 beschleunigte auf schotter (!!!) in zweieinhalb sekunden von 0 auf 100. henri toivonen fuhr damit in estoril rundenzeiten, die in der f1 für einen platz unter den ersten zehn gereicht hätten.

    im endeffekt waren die wahren probleme die zuseher und nicht die autos, aber das wollten die damaligen herren der fia nicht zur kenntnis nehmen. toivonens unfall hätte auch mit einem weit schwächeren auto passieren können und er wäre dann genauso tödlich ausgegangen. das viel größer wunder war, dass es in den vier jahren zuschauerwahnsinn nie zu einem katastrophalen unfall mit vielen, vielen toten kam.

    man hätte andere und bessere wege finden können, um den rallyesport sicherer zu machen, und es wäre extrem spannend gewesen, die noch radikalere gruppe s in aktion zu erleben. das wäre dann wirklich formel eins auf schotter gewesen. schade, dass es damals in eine andere richtung ging.

  • ChV

    Cooles Quiz für ein cooles Spiel der Ingenieure damals. Bei Frage zwei bin ich der Meinung, daß der Overkill nicht mit Audi kam. Denn Leistung und Allrad gabs auch in der darauffolgenden Gruppe A und bis heute. Aber Leistung, Allrad, Mittelmotor und Leichtbau waren das Ultimative, und damit hat Peugeot angefangen. Der Audi war Pionier, aber immer noch eine bürgerliche Kiste.
    Die wahren Gruppe B Autos waren eine Fortschreibung der Rallies für Sportprototypen wie Tour de France, Giro d‘ Italia, Tour de Corse etc. Da gabs schon Gruppe 6 und 7 Prototypen, Besonderheiten wie Simca CG, Ligier, aber auch Abarth 131 und BMW 2002 mit 6-Zylindern, somit wieder in der Tradition von Mille Miglia etc.
    Irgenwann stirbt die Menscheit vor Vorsicht und Langeweile aus…natürlich autonom befördert, komplett App-überwacht, Fußgängerbehelmt und fettarm und korrekt.

  • Manfred

    toller Artikel

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