Sordo bei der Rallye Deutschland
Der Spanier fährt zu seinem ersten Sieg.
 

Rallye-WM: Sordo gewinnt in Deutschland

Überschattet von dem schweren Unfall im Rahmenprogramm der Rallye, hat der Spanier Dani Sordo erstmals in seiner Karriere einen Rallye-WM-Sieg geholt.

25.08.2013 APA

 

Nach dem tödlichen Unfall im Rahmenprogramm der Deutschland-Rallye hat der Spanier Dani Sordo rund um Trier seinen ersten Sieg in der Rallye-WM eingefahren. Nach 15 gewerteten Prüfungen hatte er in seinem Citroën DS3 WRC 53,0 Sekunden Vorsprung auf den Belgier Thierry Neuville im Ford Fiesta RS WRC. „Dieser Sieg ist ein unglaublicher Moment für mich“, sagte der 30-jährige Sordo am Sonntag im Beisein seiner Eltern. Den dritten Rang mit einem Rückstand von 2:36,1 Minuten belegte Sordos finnischer Teamkollege Mikko Hirvonen.

Leob nicht am Start

Für Citroën war der Erfolg in Trier bereits der elfte Sieg in Serie bei der Deutschland-Rallye. Acht davon holte Rekordweltmeister Sebastien Loeb, der in dieser Saison nur noch wenige Rennen fährt und nicht am Start war. Klarer WM-Führender mit 184 Punkten bleibt der am Freitag ausgeschiedene französische VW-Pilot Sebastien Ogier mit 75 Punkten vor Neuville.

Tödlicher Unfall am Samstag

Für Trauer sorgte der tödliche Unfall vom Samstag. Bei einer Demonstrationsfahrt in einem alten Triumph TR7 waren auf dem Nato-Übungsplatz Baumholder zwei Fahrer aus den Niederlanden verunglückt. Auch am Sonntag war die Ursache für den Unfall nach einem Sprung nach Angaben des Veranstalters unklar. Am Schlusstag gab es bei der letzten Prüfung einen weiteren Zwischenfall. Ein WRC-2-Fahrzeug rutschte von der Strecke und verletzte zwei Personen, die sich in einer Sperrzone aufhielten. Die Verletzten wurden zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht. Die Wertungsprüfung wurde abgebrochen.

Ogier muss auf WM-Titel warten

Während Ogier weiter alle Chancen auf seinen ersten WM-Titel hat, lief das Heimspiel für seinen Arbeitgeber Volkswagen alles andere als optimal. Statt des angepeilten Heimsieges gab es für die Wolfsburger mit dem siebenten Platz des Finnen Jari-Matti Latvala nur magere sechs Punkte in der Fahrerwertung. Ogier hatte am Freitag sein Auto so stark beschädigt, dass er die Prüfung abbrechen musste und Strafminuten kassierte. Am Ende blieb Rang 16.

Nowikow und Minor auf Platz zehn

Der ehemalige Formel 1-Pilot Robert Kubica (Polen) erzielte im Citroën DS3 RRC mit dem fünften Platz sein bisher bestes WM-Ergebnis und gewann zum dritten Mal die Wertung der WRC-2-Fahrzeuge. Jewgeni Nowikow/Ilka Minor (RUS/AUT) wurden im Ford Fiesta Zehnte.

 

Endstand 9. WM-Lauf – Rallye Deutschland im Raum Trier

15 Prüfungen / 329,98 km / 1.243 Gesamt-km

1. Daniel Sordo/Carlos del Barrio (ESP) Citroën DS3 3:15:19,4 Stunden

2. Thierry Neuville/Nicolas Gilsoul (BEL) Ford Fiesta +0:53,0 Min.

3. Mikko Hirvonen/Jarmo Lehtinen (FIN) Citroën DS3 2:36,1

4. Martin Prokop/Michal Ernst (CZE) Ford Fiesta 8:00,8

5. Robert Kubica/Maciej Baran (POL) Citroën DS3 9:01,3

6. Elfyn Evans/Daniel Barritt (GBR) Ford Fiesta 9:14,2.

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10. Jewgeni Nowikow/Ilka Minor (RUS/AUT) Ford Fiesta 15:17,9

16. Sebastien Ogier/Julien Ingrassia (FRA) VW Polo-R 26:48.3

 

Fahrer-Wertung nach 9 von 13 Läufen

1. Ogier VW 184 Punkte

2. Neuville 109

3. Jari-Matti Latvala (FIN) VW 98

4. Sordo 96

5. Hirvonen 88

6. Sebastien Loeb (FRA) Citroën Total 68.

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9. Nowikow 40

 

Team-Wertung nach 9 von 13 Läufen

1. VW I 262 Punkte

2. Citroën Total 236

3. M-Sport Ford I 126

 

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