Siegerehrung der Rallye-Mexico
Fiesta Mexicana
 

Rennbericht: Rallye-Mexico 2014

Dank einer Flasche Bier sicherte sich das Team Hyundai bei der Rallye-Mexico einen Podest Platz. Sebastian Ogier fuhr souverän zum Gesamtsieg.

10.03.2014 Press Inform

Der Franzose Sebastien Ogier ist am Wochenende bei der Rallye-Mexico souverän auf Platz 1 gefahren. „Mexiko ist wirklich ein fantastisches Land für uns! Ich mag die Rallye und die Rallye mag mich offenbar auch. 2008 habe ich hier meinen ersten Sieg als Junior geholt, vergangenes Jahr den Gesamtsieg mit Volkswagen und jetzt stehe ich wieder ganz oben auf dem Podium – ein großartiges Gefühl“, schwärmt VW-Pilot Sebastien Ogier nach seinem Gesamtsieg und erklärt auch gleich warum dieser Sieg einfach gelingen musste: „Nach meinem Fehler in Schweden war ich hungrig auf diesen Sieg!“

Mikkelsen/Markkula im VW Polo R WRC

Mikkelsen/Markkula im VW Polo R WRC

Krönende 8,25 Kilometer

In Zahlen ausgedrückt hieß das an diesem Rennwochenende, dass der 30-jährige Franzose nach 22 Wertungsprüfungen und 399,93 Kilometern einen Vorsprung von 1:12,6 Minuten herausgefahren hat. Der krönende Abschluss seines gelungen Auftritts waren die letzten 8,25 Kilometer der EL Brinco 2, die als Powerstage die drei für die Weltmeisterschaft so wichtigen Zusatzpunkte brachte.

Mikkelsen/Markkula bei der Rallye Mexico

Mikkelsen/Markkula

Nur am ersten Tag auf Platz 2

Bis auf einen kurzen Augenblick am Freitagvormittag, wo er sich im Rückspiegel des Citroen-Piloten Mads Östberg sehen musste, führte Sebastien Ogier dank einer Reihe von Bestzeiten das Feld an. Dass Jari-Matti Latvala zu keinem Zeitpunkt seinem Teamkollegen gefährlich werden konnte, sah der Finne selbst nicht als allzu großes Problem an – zumal er am Ende mit dem zweiten Platz belohnt wurde.

Östberg/Andersson im Citroen

Östberg/Andersson im Citroen

Latvala mit zweitem Platz zufrieden

„Mit dem zweiten Platz bin ich wirklich sehr zufrieden. Nachdem wir zu Beginn die Strecke eröffnen mussten und der Abstand zur Spitze dadurch recht groß war, war ein Platz auf dem Podium das erklärte Ziel. Für Miikka und mich war es die bislang beste Mexiko-Rallye, wir sind fehlerfrei durchgekommen und zum ersten Mal Zweite geworden. In der Meisterschaft liegen wir weiterhin fast gleichauf mit unseren Teamkollegen, ohne in Portugal wieder von Startplatz eins losfahren zu müssen“, gibt er bereits den Ausblick auf die kommende Rallye.

Östberg/Andersson im Citroen

Östberg/Andersson im Citroen

Bier zur Kühlung

Ein ganz neues Glücksgefühl überkam im heißen Mexiko die mitgereisten Hyundai-Teammitglieder und selbst verständlich auch die Fahrer selbst. Denn das Werksteam aus dem deutschen Alzenau fuhr dank einer souveränen Leistung von Thierry Neuville zum ersten Mal aufs Podium. „Das ist ein großartiger Tag für das Team“, freute sich der Belgier am Ende einer fast problemlosen Tour. Fast, da er nach der letzten Wertungsprüfung auf der Verbindungsstrecke in den Service Park kurz sein Fahrzeug abstellen musste, weil der Kühlflüssigkeitsstand rapide absackte. Den Verlust des dritten Gesamtplatzes vor Augen gossen er und sein zweiter Fahrer Nicolas Gilsoul kurzer Hand die soeben gewonnene Flasche mexikanischen Bieres in den Kühler und die Fahrt konnte weiter gehen.

Meeke/Nagle im Citroen

Meeke/Nagle im Citroen

Da hilft kein Bier mehr

Der Finne Mikko Hirvonen war leider nicht in der Lage den Defekt an seinem Boliden mit einem kühlen Blonden zu beheben. Nach guten Fahrleistungen ist bereits am Freitag die Lichtmaschine ausgefallen. Und das, obwohl er eigentlich guter Dinge war: „Es war eine gute Rallye, ich hatte von Anfang an ein gutes Gefühl im Auto.“ Unter Rally2-Bedingungen fuhr der Ford-Fahrer immerhin noch auf Platz acht vor.

Latvala/Anttila

Latvala/Anttila

Doppeldecker Kubica

Ein weiterer prominenter Teilnehmer der Rallye in Mexiko war der ehemalige Formel1-Pilot Robert Kubica. Am längsten Tag der Rallye von Platz sechs startend legte er auf der abschließen den Zuschauerprüfung am Freitagabend seinen Ford aufs Dach. Doch dabei sollte es nicht bleiben. Denn nur einen Tag später überschlug er sich bei Kilometer 34 auf der Marathon-Prüfung Otates erneut. Seinem zweiten Fahrer Maciej Szczepaniak und ihm selbst ist nichts passiert, was jedoch nicht für seinen Ford Fiesta RS WRC galt. Auf Grund eines beschädigten Überrollkäfigs war damit die Rallye für die beiden Polen beendet.

Neuville/Gilsoul

Neuville/Gilsoul

WRC-Fahrer-Gesamtklassement nach dem dritten Rennwochenende

1. Sebastien Ogier 63 Punkte

2. Jari-Matti Latvala 60 Punkte

3. Mads Ostberg 32 Punkte

4. Andreas Mikkelsen 24 Punkte

5. Elfyn Evans 20 Punkte

Teamwertung

1. Volkswagen Motorsport 115 Punkt

2. Citroen Total Abu Dhabi World Rally Team 60 Punkte

3. M-Sport World Rally Team 40 Punkte

4. Hyundai Motorsport 31 Punkte

Es folgt die Rallye Portugal

Die nächste Rallye findet vom 3. bis zum 6. April in Portugal statt. Dort warten 339,46 Kilometer und 16 Sonderprüfungen auf die Teams. Die Rallye Portugal gilt als die technisch anspruchsvollste Schotter-Rallye mit einem Mix aus breiten Straßen und engen Passagen. Auf Grund des trockenen Frühlings haben die früh startenden starken Fahrer einen klaren Nachteil, da sie die Straßen vom losen Schotter freifegen müssen.

Besten Dank an Stefan Grundhoff und Wolfgang Gomoll von press-inform.com.

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