Die Dakar Gewinner von 2013
Die Gewinner von 2013: Cyril Despres (r) und Stephane Peterhansel (l).
 

Rallye Dakar Südamerika startet am Sonntag

Der Rekordsieger Stephane Peterhansel gilt als Favorit für den Gesamtsieg, KTM ist zuversichtlich bei den Motorrädern mitzumischen. Ein Österreicher fährt auch mit.

03.01.2014 APA

Knapp zwei Wochen lang geht es für rund 720 Fahrzeuge durch Südamerika, Sand und Staub werden die ständigen Begleiter sein. Am Sonntag startet sie, die Rallye Dakar Südamerika. Bei der 35. Auflage gilt der Rekordsieger Stephane Peterhansel wieder als Favorit. Am Ende werden 9.375 Kilometer über 13 Etappen überwunden worden sein.

Gestartet wird in Rosario

Offizieller Startschuss ist am Sonntag in Rosario, 300 Kilometer nordwestlich von Buenos Aires gelegen. Die drittgrößte Stadt Argentiniens, Geburtsort etwa von Zauberfußballer Lionel Messi, erwartet aber schon am Samstag zum symbolischen Auftakt etwa eine halbe Million Besucher. Die Querfeldein-Hatz führt auch nach Bolivien und endet am 18. Jänner in der chilenischen Hafenstadt Valparaiso.

Stromausfälle und Protestaktionen

Im Vorfeld hatte in Rosario eine Hitzewelle zu wiederholten Stromausfällen wegen Überlastung des Netzes geführt. Die Dakar-Organisatoren kündigten der Zeitung „La Capital“ daher an, die Stromversorgung mit eigenen Elektro-Generatoren zu sichern. Für Teile der Bevölkerung kein Grund zum Aufatmen: Die mangelnde Versorgung mit Elektrizität trieb sie zu Protestaktionen auf die Straße.

Das sportliche rückte immer wieder in den Hintergrund

Die Rallye Dakar ist schon lange kein reines Sportspektakel mehr. Während Autos, Trucks und Motorräder durch die Wüste jagen, werden immer wieder auch politische Dimensionen deutlich. So drohen an einzelnen Etappen regelmäßig Interessengruppen zur Durchsetzung ihrer Ziele mit Blockaden. Und das Risiko fährt mit. In den vergangenen Jahren gab es Tote und Verletzte bei Teams wie auch Zuschauern zu beklagen.

APA Grafik zur Rallye Dakar Südamerika

Letztes großes Abenteuer

Für das Starterfeld bedeuten die vielen Kilometer immense Strapazen, aber auch eine kaum vergleichbare Herausforderung. „Die Dakar ist eines der letzten großen Abenteuer“, sagt Teamchef Sven Quandt vom X-Raid-Rennstall, für das Titelverteidiger Peterhansel und der 2011-Gewinner Nasser Al-Attiyah aus Katar fahren.

Die Konkurrenz lauert

Chancen auf den Gesamtsieg bei den Autos werden aber auch dem Südafrikaner Giniel de Villiers (Toyota) sowie dem Spanier Carlos Sainz (Buggy) eingeräumt. Peterhansel rechnet jedenfalls mit harter Gegenwehr. „Für mich gibt es mindestens fünf Konkurrenten, die um den Sieg mitfahren können“, sagte der Sieger von 2012 und 2013. Der Franzose traut neben den bereits Genannten auch dem Spanier Nani Roma und dem Argentinier Orlando Terranova etwas zu.

KTM hofft auf den 13. Sieg in Folge

Bei den Motorrädern darf das österreichische KTM-Team auf den 13. Sieg in Folge hoffen. Der dreifache spanische Dakar-Sieger Marc Coma, der bei der jüngsten Auflage verletzt fehlte, ist das heißeste Eisen. Weitere KTM-Fahrer sind Jordi Villadoms (ESP), Ruben Faria (POR) und Francisco Lopez (CHI). Zu schlagen gilt es den französischen Vorjahressieger Cyril Despres, der 2013 noch für KTM am Start war und jetzt eine Yahama pilotiert. Despres hat die Rallye bereits fünfmal gewonnen.

Der einzige Österreicher im Feld ist ein Halb-Chilene

Der 35-jährige Nicolas Brabeck-Letmathe lebt in Lima und trainiert in Chile. „Für mich ist der Start schon ein Sieg. Jeder Tag ist ein Bonus, ein technisches Problem wäre extrem frustrierend“, schrieb der Honda-Pilot mit der Nummer 159 auf der Dakar-Webseite.

Daten und Fakten zur Rallye Dakar 2014

Am Start

  • 151 Autos (9.374 km/davon 5.522 Spezialprüfung)
  • 175 Motorräder (8.734 km/5.228 Spezialprüfung)
  • 41 Quads (8.734 km/5.228 Spezialprüfung)
  • 71 LKW (9.188 km/5.212 Spezialprüfung)

 

Die Etappen

1. Etappe (5. Jänner): Rosario (ARG) – San Luis (ARG)

2. Etappe (6. Jänner): San Luis (ARG) – San Rafael (ARG)

3. Etappe (7. Jänner): San Rafael (ARG) – San Juan (ARG)

4. Etappe (8. Jänner): San Juan (ARG) – Chilecito (ARG)

5. Etappe (9. Jänner): Chilecito (ARG) – Tucuman (ARG)

6. Etappe (10. Jänner): Tucuman (ARG) – Salta (ARG)

7. Etappe (12. Jänner): Salta (ARG) – Salta (ARG) für Autos und LKW, Salta (ARG) – Uyuni (BOL) für Motorräder und Quads

8. Etappe (13. Jänner): Salta (ARG) – Calama (CHI) für Autos und LKW, Uyuni (BOL) – Calama (CHI) für Motorräder und Quads

9. Etappe (14. Jänner): Calama (CHI) – Iquique (CHI)

10. Etappe (15. Jänner): Iquique (CHI) – Antofagasta (CHI)

11. Etappe (16. Jänner): Antofagasta (CHI) – El Salvador (CHI)

12. Etappe (17. Jänner): El Salvador (CHI) – La Serena (CHI)

13. Etappe (18. Jänner): La Serena (CHI) – Valparaiso (CHI)

Die Sieger der vergangenen 10 Jahre

Autos

2013: Peterhansel/Cottret

2012: Peterhansel/Cottret (Mini)

2011: Nasser Al-Attiyah/Timo Gottschalk (KAT/GER/VW)

2010: Carlos Sainz/Lucas Cruz (ESP/VW)

2009: Giniel de Villiers/Dirk von Zitzewitz (RSA/GER/VW)

2008: Keine Rallye

2007: Peterhansel/Cottret

2006: Luc Alphand/Gilles Picard (FRA/Mitsubishi)

2005: Peterhansel/Cottret

2004: Stephane Peterhansel/Jean-Paul Cottret (FRA/Mitsubishi)

Motorräder

2013: Despres

2012: Despres

2011: Coma

2010: Despres

2009: Coma

2008: Keine Rallye

2007: Despres

2006: Marc Coma (ESP/KTM)

2005: Cyril Despres (FRA/KTM)

2004: Nani Roma (ESP/KTM)

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