Racing Rookie Saalfelden
Wieder fanden wir sechs finale Quertreiber.
 

Quer erziehbar

Auch in Saalfelden fanden wir sechs weitere potenzielle Anwärter für den begehrten Titel.

17.05.2011 Autorevue Magazin

Racing Rookie, zweite Vorausscheidung. Ort des Geschehens: Saalfelden am Steinernen Meer. Selbst wer noch nicht hier war, kann sich schon anhand des Orts­namens eine Vorstellung von den geografischen Gegebenheiten machen. Das Fahrtechnikzentrum des ÖAMTC liegt malerisch eingebettet in den Pinzgauer Bergen. Was bedeutet, dass auch der Handlingkurs und die Kartstrecke um die dritte Dimension ­erweitert sind. Die Strecken biegen nicht nur links und rechts ab, es geht auch ­ordentlich rauf und runter.

Es war also viel Gefühl bei den jeweiligen Stationen gefragt – ganz besonders auf der Kartbahn: Jeder, der mit dem Kart die letzte Kurve vor der Bergaufpassage versemmelt hat, bekam das bitter zu spüren: Da pfeifen die Kollegen vorbei, als hätte man den Retourgang drinnen. Aber auch das Anbremsen der bergab hängenden Kurve war eine Herausforderung für sich. Wer es allzu gut meinte mit dem Schwungmitnehmen, wurde vom Kart mit einer rubbelnden Vorderachse und wildem Reißen in der Lenkung bestraft. Blasen an den Händen inklusive, denn das Gripniveau ist deutlich höher als das eines Slip-Belages in der Halle.

Wofür die Mühen? Es geht um den Einzug ins Finale des Racing Rookie 2011. Der Bewerb, der dir ein Werkscockpit eines waschechten Rallye-Ford-Fiesta sichert – für eine ganze Saison. Kostenlos. Etwas, wo man sich gerne anstrengt, denn es sind einige, die diesen Titel einfahren wollen.

56 Startplätze gab es in Saalfelden. Hochmotivierte junge Talente, die um den Einzug ins Finale am Wachauring in Melk kämpften. Eingangs durften sie sich mit serienmäßigen Ford Fiesta Sport Coupés am Handlingparcours matchen, danach kam der große Showdown im Kart. Das ergab eine addierte Zeit, und nur die 16 Besten durften im Cup-Auto über die gefürchtete Schleuderplatte fahren. Eine Kampfansage an die Nervosität, weil einem – im Schalensitz festgezurrt, vom Überrollkäfig umgeben – echte Rennsportatmosphäre geboten wird. Zu allem Überfluss ist der Tacho abgeklebt, das vorgegebene Geschwindigkeitsfenster muss blind getroffen werden. Dann: über die Platte, Heck wegkicken lassen, cool bleiben, Auto unter Kontrolle bringen, Hütchen stehen lassen.

Sechs Rookies blieben souverän, dürfen zum Finale. Ob der Racing Rookie 2011 unter ihnen ist, wird sich zeigen.

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