Alonso meint, die Reifen würden nach 5 Kilometern den Geist aufgeben - er sollte Vettel fragen wie er damit umgehe, kontert Pirelli.
 

Pirelli: Alonsos Kommentare über Reifen sind „enttäuschend“

Der Ferrari-Pilot hatte die geringe Haltbarkeit und mangelnde Qualität der Formel 1-Reifen beanstandet – die Kommentare seien „unter dem Niveau eines Champions“

05.10.2013 APA

Hersteller Pirelli wehrt sich gegen die Kritik von Ferrari-Pilot Fernando Alonso an den Formel 1-Reifen: „Seine Kommentare sind enttäuschend und unter dem Niveau, das man von einem Champion erwarten würde. Er sollte den bald viermaligen Weltmeister fragen, wie er das Beste aus den gleichen Reifen herausholt“, so Pirelli-Motorsportdirektor Paul Hembery zur BBC. Der Spanier hatte zuvor erklärt, die aktuelle Generation der Reifen würde unter voller Belastung keine fünf Kilometer halten. „Die Qualität der Reifen ist an der Grenze. Es ist nicht schön, eine ganze Runde nur mit 95 Prozent zu fahren“, erklärte Alonso. Der Spanier machte sich für haltbarere Pneus stark. Die Reifen waren in dieser Saison schon mehrfach Anlass für heftige Debatten. Nachdem beim Rennen in Silverstone bei mehreren Fahrern Reifen geplatzt waren, hatte Pirelli die Pneus widerstandsfähiger gemacht.

Reifen seien aber nicht der Grund für Rückstand auf Vettel

Allerdings betonte Alonso auch, dass die Reifen nicht der Grund für die Ferrari-Probleme bei der Jagd auf Red-Bull-Fahrer Sebastian Vettel seien. Vor dem 14. von 19 Saisonrennen am Sonntag in Südkorea liegt der WM-Zweite 60 Punkte hinter dem deutschen Spitzenreiter. „Unser Defizit wäre mit jedem Reifen dasselbe, aber wenigstens könnte man wirklich fahren“, meinte Alonso.

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