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Paralympisches Gold für Ex-Formel 1-Pilot Zanardi

Bei einem schweren Unfall verlor Ex-Formel 1-Pilot und CART-Fahrer Alessandro Zanardi beide Beine – das tat der Rennfahrer-Karriere des Italieners aber keinen Abbruch.

16.09.2016 Online Redaktion

Gestern jährte sich der schwere Unfall von Alessandro Zanardi zum 15. Mal. Beim Champ-Car-Rennen am 15. September 2001 am Lausitzring wurde der Wagen des Italieners nach einer Kollision in zwei Teile gerissen. Zanardi überlebte, verlor aber beide Beine.

Damit war die Rennfahrer-Karriere des Ex-Formel 1-Piloten, der zwischen 1991 und 1999 für Jordan, Minardi, Lotus und Williams fuhr, aber noch lange nicht beendet: Zwischen 2005 und 2009 ging der Italiener in einem speziell umgebauten BMW in der Tourenwagen-Weltmeisterschaft an den Start. 2006 absolvierte er eine Testfahrt für das Formel 1-Team Sauber. 2012 holte Zanardi schließlich die ersten beiden Goldmedaillen in der Disziplin Handbike bei den Paralympics – ein Triumph, den der Italiener am vergangenen Mittwoch zumindest teilweise wiederholen konnte.

(Fast) pünktlich zum Jahrestag seines folgenschweren Crashes holte Zanardi am 16. September 2016 erneut eine Goldmedaille im Handbike-Einzelzeitfahren. Die 20 Kilometer lange Strecke absolvierte er in 28 Minuten und 36,81 Sekunden und war damit fast 3 Sekunden schneller als der Zweitplatzierte Australier Stuart Tripp. Beim Straßenrennen musste sich der Italiener mit dem zweiten Platz begnügen. Der 49-jährige kann sein Glück trotzdem kaum fassen: „Mein Leben ist ein endloses Privileg“, so Zanardi im Interview mit der BBC. „Sogar mein Unfall, was mir passiert ist, wurde zur größten Chance meines Lebens.“

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