Alexander Wurz gilt als erster Audi-Jäger.
Alexander Wurz gilt als erster Audi-Jäger.
 

Die Österreicher in Le Mans 2013

Drei Österreicher starten in drei unterschiedlichen Kategorien beim legendären 24-Stunden Rennen in LeMans.

20.06.2013 Autorevue Magazin

Am kommenden Wochenende (22. und 23. Juni) findet in LeMans das mit Abstand prestigeträchtigste Langstreckenrennen des Jahres statt. Das 24 Stunden Rennen in LeMans wird heuer zum 81. Mal gestartet und feiert gleichzeitig seinen 90. Geburtstag, da 1936 und von 1940 bis 1948 kein Rennen ausgetragen wurde. Hier geht´s zum Zeitplan, den Favoriten & dem Programm von LeMans 2013.

Am Start sind auch in diesem Jahr wieder die österreichischen Langstreckenspezialisten Alexander Wurz, Dominik Kraihamer und Richard Lietz.

Toyota mit zwei Hybridfahrzeugen und LeMans-Doppelsieger Alex Wurz am Start

Alex Wurz geht zum siebenten Mal in das 24h Rennen, das er bereits zweimal gewinnen konnte (1996 auf TWR-Porsche und 2009 auf Peugeot). Wie im Vorjahr pilotiert Wurz gemeinsam mit seinen Teamkollegen Nicolas Lapierre und Kazuki Nakajima den Toyota TS030 Hybrid mit der Startnummer 7, das Schwesterfahrzeug mit Nummer 8 teilen sich Sarrazin/Buemi/Davidson.

Der Toyota TS030 ist nach dem Ausstieg von Peugeot die einzige Konstruktion im LMP1-Feld, der im Kampf gegen die seit Jahren dominierenden Audis reelle Chancen beizumessen sind. Ebenso wie die Rennfahrzeuge von Audi wird der Toyota von einem Hybridsystem angetrieben, die beiden konkurrierenden Konzepte unterscheiden sich allerdings grundlegend. Bei Toyota setzt sich das Hybridsystem aus einem freisaugenden 3,4-Liter-V8 Ottomotor und dem Elektromotor zusammen, die Speicherung der beim Bremsen zurückgewonnenen elektrischen Energie erfolgt in Hochleistungskondensatoren. Weiters wird beim Toyota im Gegensatz zum Audi R18 ausschließlich die Hinterachse angetrieben.

Alex Wurz meint, dass es im letzten Winter noch nie dagewesenes Wettrüsten zwischen den Herstellern gegeben habe. Sowohl Audi als auch Toyota haben große Schritte nach vorne gemacht, möglicherweise mit leichten Vorteilen für Audi. „Die Audis waren bei den letzten Rennen und auch beim Test im Schnitt immer ein bisschen schneller, dieser Tatsache müssen wir ins Auge sehen. Die Aufgabe, das Rennen aus eigener Kraft zu gewinnen, wird für uns heuer sehr schwierig werden. Aufgegeben wird aber noch lange nicht, wir werden voll angreifen und in LeMans herrschen immer auch eigene Gesetze.“ Weiters erklärt Alex, dass sich beim Spritverbrauch ein Vorteil für Toyota abzeichnet, man werde pro Stint eventuell ein bis zwei Runden länger fahren können als die Konkurrenz. Ob sich dadurch die schnelleren Rundenzeiten der Audis egalisieren lassen, wird sich herausstellen.

Richard Lietz und der erste Porsche-Werkseinsatz seit 1998

Ebenfalls zum siebenten Mal startet Richard Lietz bei den 24 Stunden von LeMans, wie gewohnt mit einem Porsche in der Kategorie LM GTE Pro. Lietz fuhr bisher immer bei privaten Teams mit einem 997 GT3 RSR, zuletzt viermal gemeinsam mit seinen Porsche-Werksfahrerkollegen Marc Lieb und Wolf Henzler.

In diesem Jahr ist alles neu bei Porsche, erstmals seit 1998 steht man mit einer Werkmannschaft in LeMans, möglicherweise auch als Vorbereitung für den LMP1-Einstieg im nächsten Jahr.

Das Werksteam wird zwei ganz neue Porsche 911 RSR auf Basis des aktuellen 991 einsetzen. Zusammen mit Marc Lieb und Timo Bernhard fährt Richard Lietz die Startnummer 92, im anderen Fahrzeug (#91) werden sich Jörg Bergmeister, Patrick Pilet und Romain Dumas abwechseln.

Richard erzählt, dass ihn der letzte Test in LeMans Anfang Juni recht zuversichtlich stimmt. „Für uns Fahrer war es ein guter Test, wir hatten Regen, Mischverhältnisse und trockene Bedingungen. Unser eigens für das Rennen in LeMans entwickeltes Aero-Package funktioniert sehr gut und das Übersteuerproblem kriegen wir auch langsam in den Griff.“

Als stärksten Gegner in der GTE Pro-Kategorie nennt Richard Lietz die von AF Corse und JMW eingesetzten Ferrari 458 Italia GT2: „Das ist die Benchmark, die wir schlagen müssen. Aufgrund der Meisterschaft sind jetzt vierte und fünfte Plätze nicht mehr so wertlos wie früher, aber ich persönlich möchte unbedingt aufs Podium und da haben wir auch reelle Chancen.“

Zuletzt sehr schnell und auch in LeMans als äußerst stark einzuschätzen sind die von Aston Martin Racing eingesetzten Vantage GT2, die das Balance-of-Performance-Reglement offenbar gerade sehr gut ausnützen können.

Langstreckenspezialist Dominik Kraihamer mit Lotus in der LMP2

Dominik Kraihamer wird heuer zum dritten Mal die 24 Stunden von LeMans in Angriff nehmen, zum dritten Mal mit neuem Team und neuem Auto. Bei seiner LeMans-Premiere vor zwei Jahren zauberte er mit einem Oreca-03 die schnellste LMP2-Rennrunde auf den Circuit de la Sarthe, im Vorjahr fuhr er für OAK-Racing einen LMP1-Pescarolo und heuer kämpft er gemeinsam mit Thomas Holzer und Jan Charouz im Lotus T128 mit der Startnummer 32 um eine LMP2-Podiumsplatzierung.

Der letzte Testtag in LeMans am 9. Juni verlief bis zu seinem Unfall recht zufriedenstellend, so Kraihamer. Bei einem heftigen Abflug in den Porsche-Kurven blieb der 23jährige Salzburger unverletzt, das Auto wird nach Aufnahme von massiver Deformationsenergie gerade neu aufgebaut. Wenn das die verpatzte Generalprobe war, sollte einem erfolgreichen Rennen nichts entgegenstehen. Dominik ist jedenfalls so wie immer optimistisch: „Das Auto ist noch nicht zu hundert Prozent dort, wo wir es haben wollen. Aber ich bin zuversichtlich, weil die Strecke mir und auch dem Auto liegt. Eine Top-3-Platzierung in der LMP2 ist auf jeden Fall möglich.“

 

Hier gehts zu den Zwischenberichten vom 24 Stunden Rennen in Le Mans:

Le Mans 24 Stunden Rennen nach 6 Stunden

Le Mans 24 Stunden Rennen nach 12 Stunden

Le Mans 24 Stunden Rennen nach 19 Stunden

 

  • drifti

    geh bitte, is do blunzn.

    i find solche hinweise auf korrekte rechtschreibung nervig!

    wichtig is das der wurz alex guat durch de 25h (25 da inkl. aufwärm- u. auslaufrunde ;) kummt!
    i find erm leiwand – an ihm sieht man, wie eng wohl der maulkorb für aktive f1 fahrer ist. damals wirkte er verkrampfter, sobald er nicht mehr aktiv war, konnte er lässig schmäh führen.

    kann mi no an a heftiges hoppala von erm erinnern. war zu dtm zeiten, am damals neuen a1 ring. wurz im dtm calibra, mit möglichkeit für „taxi“fahrt.
    1. gast! im calibra, voigas aus der box, 1. kurve!, btremspunkt versäumt, vollbremsung, reifen rauchen, kies spritzt – peng, eingeschlagen im reifenstapel! niemand was passiert!!

    da war er halt no jung und ungestüm, zeigt aber dass er biss hatte, fuhr net spazieren sondern im race modus.

    salü

  • Johannes Beyer

    Frage : Seit wann teilt man Städtenamen so ab

    LE – MANS

pixel