Nürburgring 2016: Tempolimits werden aufgehoben

Ein neuer Maßnahmenkatalog soll die Sicherheit auf der Nordschleife für Fahrer und Zuseher erhöhen – die Charakteristik der „grünen Hölle“ soll dabei aber erhalten bleiben.

20.08.2015 Online Redaktion

Nach einem schrecklichen Unfall im März, bei dem ein Zuschauer getötet wurde, wurden auf Teilabschnitten des Nürburgrings Geschwindigkeitsbegrenzungen eingeführt. Auf der Döttinger Höhe und vor den Abschnitten Flugplatz, Antoniusbuche und Schwedenkreuz durfte nur mehr mit höchstens 250 bzw. 200 km/h gefahren werden, in der Boxengasse wurde die erlaubte Höchstgeschwindigkeit von 60 auf 30 km/h reduziert.

Protest gegen Tempolimits

Diese Maßnahmen sollten die Sicherheit sowohl für die Fahrer als auch für das Publikum erhöhen; viele Motorsport- und Track Day-Fans waren trotzdem entsetzt. Sie kritisierten, dass Tempolimits die Nordschleife ihres besonderen Charakters berauben würden. Nun können sie wieder aufatmen: In einer Pressemitteilung gab die Betreibergesellschaft des Nürburgrings Anfang der Woche bekannt, dass die Geschwindigkeitsbegrenzungen bis zum Beginn der Saison 2016 wieder aufgehoben werden sollen. 

Charakteristik der „grünen Hölle“ soll erhalten bleiben

Die Sicherheit für Fahrer und Zuseher sollte mithilfe anderer Maßnahmen gewährleistet werden, schreibt die capricorn NÜRBURGRING GmbH in der Aussendung. Die einzigartige Charakteristik der „grünen Hölle“ soll dabei aber erhalten bleiben. Geplant seien vorerst zum Beispiel die Optimierung der Schutzlinien durch zusätzliche Leitplanken und FIA-Schutzzäune, die Einrichtung einer Sperrzone für Publikum im Bereich Schwedenkreuz sowie die Erneuerung der Fahrbahn auf etwa 500 Metern im Streckenabschnitt Flugplatz (dadurch sollen 5 Bodenwellen beseitigt werden). Insgesamt sind 16 Maßnahmen vorgesehen, von denen zwischen November und Saisonbeginn 2016 7 umgesetzt werden sollen.

Maßnahmenkatalog hat „breite Zustimmung erfahren“

Die capricorn NÜRBURGRING GmbH hat ihren Maßnahmenkatalog bereits Vertretern des Deutschen Motorsport-Bundes DMSB, des ADAC, der Automobil-Industrie, von Veranstaltern, Teams und Fahrern sowie aus der Region präsentiert und „dabei eine breite Zustimmung erfahren. Im nächsten Schritt soll der offizielle Antrag zur Verlängerung der zum Jahresende turnusgemäß auslaufenden Rennstrecken-Lizenz über den DMSB an den Automobil-Weltverband FIA“ erfolgen, schließt die Mitteilung.

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